Zoomumba

Zoomumba Review

Review

Euer bunter Einstieg ins Zoogeschäft

ZooMumba ist eine beliebte Aufbau-Simulation aus dem Hause Bigpoint und übergibt dem Spieler die Leitung über einen frisch eröffneten Zoo. Mit gutem Händchen für Tiere und Tierfreunde zugleich dürfen sich fleißige Direktoren schon bald über den Besucherandrang und einen Zoo vollgepackt mit exotischer, detailreich animierter Tierwelt freuen.


Ein Magnet für Tierfreunde

Ziel des Browserspiels ist der stufenweise Aufbau eines aufregenden Besuchermagneten, der mit den gerade verfügbaren Attraktionen immer das höchstmögliche Besucherinteresse weckt. Das steigt mit der Tiervielfalt, welche die Anlage beherbergt. ZooMumba hat natürlich alle Tiere im Repertoire, die man von einem Zoo erwarten würde: In gut ausgebauten Wildparks sagen sich Pinguine und Flamingos Gute Nacht, in der Früh trommeln die Gorillas die Walrösser aus dem Schlaf und Faultiere halten tagelange Wettbewerbe im Nichtstun mit den Koalas von gegenüber. Schon zu Spielbeginn ist die Auswahl groß, Dutzende weitere Tiere werden im weiteren Verlauf von ZooMumba verfügbar. Level für Level kann man Neuzugänge begrüßen.

Zu Game-Events erwarten einen dann noch sagenhafte Tierarten, bei denen sich die Zoobesucher ungläubig die Augen reiben. Natürlich gehen gerade exotische Exemplare auf den Geldbeutel, den sie geben sich nur mit exklusivem Futter zufrieden. Schon Löwen und andere Fleischfresser verzehren ordentliche Portionen teurer Nahrung, sodass man mit jeder Neuanschaffung auch an den Unterhalt der jeweiligen Tiere denken muss.

Von jeder Art kann man männliche und weibliche Exemplare in seinen Zoo verlegen. Solange noch Platz im Gehege ist, freuen sich Tiere über Mitbewohner ihrer Spezies. Sperrt man Männlein und Weiblein zusammen, hat das erwartungsgemäß Konsequenzen. Im Tierreich ist unerwarteter Besuch vom Storch aber ein bedingungsloser Grund zur Freude. Zudem ist Nachwuchs auch ein Segen für jeden Zoodirektor, denn kleine Racker locken mit ihrer Niedlichkeit ein ordentliches Plus an Besuchern in den Park.  Eintrittsgelder halten das ganze Unternehmen am Laufen, sie dürfen gerade in der Anfangsphase keinesfalls ausbleiben.


Zooleitung als ständiger Balanceakt

In ZooMumba ist gleich doppeltes Geschick gefragt, denn es geht darum den Park als Ganzes durch wohlüberlegte Anschaffungen attraktiv zu gestalten und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass es den Tieren in den einzelnen Gehegen an nichts fehlt. Für jedes der zahlreichen Tiere gibt es verschiedene Anforderungen zu beachten. Nicht nur die erwähnte Versorgung mit Futter ist wichtig, auch die Art des Geheges spielt eine Rolle. So können Tiere zwar in mehrere Habitate gesetzt werden, aber einige passen besser zu ihnen als andere.

Urwald oder Ödland, Eis oder Wüste: Die hübsch gezeichneten Gehege gibt es in mehreren Ausbaustufen. Die Investition in ein verbessertes Habitat ist für das Wohlbefinden der Tiere aber nicht unbedingt notwendig, sodass der Spieler Upgrades gerade bei Flaute in der Kasse überlegt durchführen muss. Manchmal ist es sinnvoller, bestehende Gehege kreativ mit anderen Gehegen zu kombinieren. Das Spiel entlohnt Einfallsreichtum mit Boni auf Attraktivität von Gehegen oder deren Erfahrungsgenerierung.

Im optimierten Umfeld fehlt den Wildtieren nur noch etwas Aufmerksamkeit für ihr Glück: Indem man sie putzt, ihnen Streicheleinheiten verpasst und regelmäßig füttert, hebt man ihre Stimmung. Unglückliche Tiere verschrecken die Zoobesucher, weshalb man seine Aufgaben den Tieren gegenüber nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Aber auch die glücklichsten Zootiere sind nicht Immun gegen Krankheiten - hin und wieder muss man in Zoomumba den Tierarzt einschalten, um geplagte Geschöpfe wieder auf die Pfoten, Tatzen oder Flossen zu helfen. 


Besucherstrom und Müllberge

Nichts ist im Zoo frustrierender, als wenn man das majestätische Gorilla-Männchen nur als schwarzen Fellball in der Ferne ausmachen kann. Auch die Besucher in ZooMumba sollten alle Attraktion umstandslos erreichen können, schließlich will man nah ran ans Gehege, um sein Lieblingstier in allen Details zu bestaunen. Um dem Besucherinteresse nachzukommen, ist es unbedingt notwendig die Gehege direkt an die Spazierwege anzuschließen. Die gibt es in verschieden komfortablen Ausführungen, die sich auf die Attraktivität der angeschlossenen Orte auswirkt. Je nach Attraktion muss man sich also überlegen, ob holpriger Kies reicht oder ob ein einladendes aber teures Pflaster nötig ist. Den meisten Fußgängerverkehr gibt es natürlich am Eingang an dem sich Ankömmlinge und Heimgeher die Klinke in die Hand geben. Einen weiteren Ansturm gibt es in der Regel bei herausragenden Attraktionen.

An Verkaufsständen macht ihr der Laufkundschaft Angebote - Fahrgeschäfte, Snacks und Souvenirs halten die Besucher bei Laune und machen gerade später im Spiel einen unverzichtbaren Anteil eurer Einnahmen aus. Das Nebengeschäft hat eine Kehrseite - Besucher bedeuten immer auch Müll, und auch wenn sie es sind, die ihn verursachen, haben sie wenig Toleranz für einen unordentlichen Zoo. Wer nicht hinter seinen Gästen aufräumt, hat schnell den Ruf als Drecksspatz; um einen Besuchereinbruch zu verhindern, muss der Spieler Müll schnell per Klick aufsammeln oder Abfalleimer aufstellen.

Sauberkeit der Wege trägt genau wie die Verfassung der Tiere zu der Anziehungskraft des Parks als Ganzes bei. Nur wenn der Zoodirektor für beide Seiten, Besucher und Tiere, volle Sorgfalt demonstriert, steigt das Zoo-O-Meter von ZooMumba auf Maximum und die momentan mögliche Höchstzahl an Besuchern kommt in die Anlage. Wenn die Kasse ordentlich klingelt, kann das Konzept ausgebaut und um neue Attraktionen erweitert werden.


Erinnerungen an die Farm

Grafisch erinnert ZooMumba an Bigpoints größten Casual-Hit Farmerama. Kein Wunder, denn beide Browsergames teilen sich dieselbe Engine. Highlight sind entsprechend die vielen animierten Tierarten in ihren Gehegen, die den Bildschirm mit Lebendigkeit und Exotik fluten. Die Figuren, Anlagen und Tiere sind in einem witzigen Comicstil gehalten, der dem Spiel Leichtigkeit verleiht. Damit einem eine umständliche Steuerung nicht aus diesem Spielgefühl reißt, ist die Funktionsvielfalt in einem gewohnt durchdachten Bedienkonzept untergebracht: Mit der Maus bewegt man den Bildschirm und klickt sich durch Menüs, die alle Aktionen genau da verorten, wo man sie vermuten würde. Passende Tiere kann man etwa nicht nur im Zoo-Shop, sondern direkt am gerade erbauten Gehege erwerben. Bewohner lassen sich über ein Kontextmenü streicheln und füttern.

Verschiedenste Gehege-Arten und Dekorationen werden im Zooshop des Browserspiels nach und nach verfügbar, genau wie Gehwege und die zahlreichen Verkaufsstände. Jede Kategorie hat dazu einen eigenen Reiter.

Soziale Funktionen wurden ebenfalls sinnvoll eingebunden. Nachrichten und Geschenke zwischen Spielern sind ohne Weiteres möglich, zudem kann man dem Zoo seiner Mitspieler einen Besuch abstatten und sich so vielleicht ein paar Ideen fürs eigene Projekt abschauen. Mit der regelmäßigen Wahl des schönsten Browser-Zoos feiert die Community zudem ihre Verbundenheit. Kein Zoo gleicht dem anderen, und auch deshalb ist der Zoo-Simulator von Bigpoint eine runde Sache - mit moderatem Aufwand wird man hier zum stolzen Direktor seines eigenen hübschen Freizeitparks, entworfen nach eigenem Geschmack und gefüllt mit den eigenen Lieblingstieren.


ZooMumba
Pro
Sehr viele Tierarten und Gehege, außerdem kommen immer neue dazu
Kreative Entfaltungsmöglichkeiten bei der Zoo-Gestaltung
Viele aktive Spieler und eine hilfsbereite Community
Regelmäßige Events
Contra
Aufgaben auf Dauer etwas eintönig
Recht hohe Anschaffungskosten für einige Tiere, Gebäude und Futterarten
4 / 5