Wurzelimperium

Wurzelimperium Review

Review

Ein Herz für Hobbygärtner

Viele Leute hätten gern einen eigenen Garten, in dem sie sich in ihrer Freizeit beschäftigen können. Wer aber hinter dem eigenen Haus keinen Platz findet, kann sich stattdessen im Browserspiel Wurzelimperium eine eigene Grünanlage gönnen und der Gärtnerleidenschaft frönen.

Der erste Besuch mag für Fans von englischem Rasen und ordentlicher Gartenführung ein kleiner Schock sein: Nahezu euer ganzer Garten ist mit Unkraut überwuchert, zwischen dem sich jede Menge Steine und Maulwürfe breitgemacht haben. So etwas kann natürlich kein echter Gärtner auf sich sitzen lassen, weshalb ihr euch sogleich an die Arbeit machen könnt. Unglücklicherweise kostet das Entfernen des Unkrauts aber Wurzeltaler (die Spielwährung), sodass ihr erst nach und nach für mehr Platz sorgen könnt.

Bis es soweit ist, müsst ihr euch mit den bereits freien Feldern begnügen. Dafür könnt ihr aber diese auch sogleich bepflanzen, denn das Spiel liefert euch bereits zum Start ein paar Samen, die ihr direkt aussähen könnt. In Wurzelimperium wartet eine Vielzahl von unterschiedlichen Obst- und Gemüsesorten darauf, von euch angebaut zu werden. Sie unterscheiden sich dabei vor allem in Sachen Wachstumsdauer und Platzbedarf. Während kleine Sorten wie Tomaten oder Erdbeeren nur ein Feld eures Gartens belegen, brauchen manche Pflanzen wie Spargel und Mirabellen gleich zwei oder sogar vier Felder zum Anbau. Habt ihr die Samen in die Erde gebracht, beginnen sie sofort zu wachsen. Die Zeitspanne reicht dabei von einigen Minuten bis hin zu mehreren Tagen. Es lohnt sich also, seine Bepflanzungsvorhaben genau zu planen.

Wenn ihr die Wartezeit ein wenig verkürzen wollt, könnt ihr nach dem Pflanzen die Gewächse auch noch gießen. Sind die Pflanzen gereift, könnt ihr sie mit einem einfachen Klick ernten und findet sie daraufhin prompt in eurem Inventar wieder. Wem es zu mühsam ist, alle Felder einzeln zu bepflanzen, zu gießen oder abzuernten kann sich für diese Tätigkeiten auch Hilfe holen: Gegen die Zahlung von Coins (der Premiumwährung im Spiel), stehen euch ein Anpflanzautomat, ein Erntehelfer und ein Kannenzwerg zur Verfügung. Letzterer macht gleich zu Beginn des Spiels auch ein Praktikum bei euch, sodass ihr ihn zunächst kostenlos nutzen könnt. Habt ihr aber ein bestimmtes Level erreicht, verabschiedet er sich und ist fortan nur noch gegen Zahlung nutzbar.


Geld verdienen

Mit jeder Ernte gewinnt ihr nicht nur an Obst und Gemüse, sondern auch an Erfahrung, die euch nach und nach im Rang aufsteigen lässt. Mit jedem neuen Level bekommt ihr Zugriff auf neue Pflanzen und Objekte, die ihr in eurem Garten platzieren könnt. Ein kleiner Fahrradtrip nach Wurzeltal ermöglicht euch den Besuch auf dem örtlichen Bauernhof, der euch die ersten Samen der neuen Pflanzen zum Kauf anbietet. Habt ihr diese erst einmal gepflanzt, könnt ihr fortan auch auf euer Lager zurückgreifen, um euren Garten nach der Ernte neu zu bepflanzen.

Ganz gleich, ob ihr nun neue Samen oder Dekorationen für euren Garten kaufen wollt, alles kostet Geld. Damit ihr nicht bald schon mit leeren Taschen dasteht, könnt ihr euer angebautes Obst und Gemüse gewinnbringend verkaufen: In regelmäßigen Abständen besuchen euch sogenannte Wimps in eurem Garten; sie sind auf der Suche nach allerlei frischen Waren und natürlich auch bereit, entsprechend dafür zu zahlen. Jeder der Wimps hat eine eigene Einkaufsliste, die ihr nach einem Klick auf die Figur begutachten könnt. Habt ihr alle gewünschten Waren vorrätig, könnt ihr sie verkaufen; oder aber den Kunden wieder wegschicken. Solltet ihr im Moment nicht über alle gewünschten Waren verfügen, könnt ihr die Order auch später erfüllen und stattdessen einen der anderen Kunden abfertigen, denn die Wimps sind sehr geduldige Zeitgenossen und laufen euch nicht davon.

Eine weitere Möglichkeit, die eigene Ernte gewinnbringend zu verkaufen, ist ein Besuch des Marktplatzes. Hier könnt ihr an eurem eigenen Stand eure Ernte feilbieten und an eure Mitspieler verkaufen. Alles, was ihr dafür tun müsst, ist die entsprechende Ware, ihre Menge und den Preis auszuwählen; dann kann es auch schon losgehen. Findige Geschäftsleute begutachten natürlich zunächst, wie viel die Konkurrenz für diese Produkte verlangt, und passen den eigenen Preis entsprechend an. Aber Obacht: Um ein Produkt auf dem Markt zu verkaufen, müsst ihr am Stand eine Provision in Höhe von 10 Prozent zahlen; und das bereits beim Einstellen des Angebotes.


Willkommen in Wurzeltal

Neben dem Marktplatz gibt es in Wurzeltal aber auch noch viele andere interessante Orte, für die sich ein Besuch lohnt. Hier findet ihr nämlich neben dem Bauernhof auch einen Baumarkt, der dekorative Gegenstände wie Platten für Wege, Brunnen, Steinkreise und Ähnliches anbietet. Außerdem findet ihr im Dorf auch die Baumschule, in der ihr später Büsche und Bäume wie Himbeeren, Brombeeren oder Mirabellen bekommt.

Nützliche Statistiken über euch und eure Mitspieler findet ihr dagegen im Rathaus von Wurzeltal. Hier könnt ihr eure Leistungen mit denen eurer Freunde vergleichen und auch herausfinden, welche Gilden besonders erfolgreich sind. Apropos Gilden: Diese könnt ihr im örtlichen Gärtnerverein gründen, der auch in regelmäßigen Abständen lukrative Wettbewerbe ausruft. Auf diese Weise könnt ihr euch mit euren Freunden zusammenschließen und eure Ressourcen bündeln.

Eine weitere Besonderheit ist die Bushaltestelle, mit der ihr euch von Wurzeltal aus in Richtung der Stadt Schreberlingen aufmachen könnt. An jedem Mittwoch und Samstag könnt ihr den Bus sogar kostenfrei nutzen. Wollt ihr dagegen an einem anderen Tag in die Stadt fahren, müsst ihr die Fahrkarte mit Coins bezahlen. Die Reise lohnt sich aber in jedem Fall, denn in Schreberlingen findet ihr das Forschungszentrum. Hier könnt ihr zum Beispiel an der Verbesserung eures Düngers arbeiten, sodass der Beschleunigungseffekt beim Gießen von Pflanzen sich erhöht. Außerdem könnt ihr hier Spezialisierungen entwickeln, die die Wachstumszeit von bis zu drei eurer Pflanzen verkürzen.

Neben dem Forschungszentrum findet ihr in Schreberlingen aber auch den Blumenladen, in dem ihr ab einem bestimmten Level Gewächse wie Sonnen- und Ringelblumen oder Rosen bekommt; und natürlich auch den Raritätensammler, der euch seltene Kakteen oder Bonuspakete verkauft.


Jede Menge Arbeit

Damit keine Langeweile aufkommt, solltet ihr in regelmäßigen Abständen Ausschau nach Questgebern halten, die immer wieder in Wurzeltal auftauchen. Diese suchen für alle möglichen Anlässe verschiedene Pflanzen in großen Mengen und entlohnen euch dafür mit Wurzeltalern und zusätzlichen Punkten. Auf diese Weise trefft ihr später im Spiel auch Professor Bartstoppel, einen kongenialen Forscher, der an der Züchtung neuer Pflanzensorten arbeitet. Wenn ihr ihn durch die Lieferung großer Mengen an Obst und Gemüse bei seiner Arbeit unterstützt, zeigt er sich nicht nur auf monetärem Wege erkenntlich, sondern schenkt euch auch ganz besondere Samen, mit denen ihr in eurem eigenen Zuchthaus eure eigenen Versuche anstellen könnt. Mit etwas Glück bekommt ihr dadurch besonders wertvolle Pflanzen für euren eigenen Garten.


Ein klein wenig Erholung

Wer sich nicht nur am Pflanzen verschiedener Obst- und Gemüsesorten versuchen möchte, findet in Wurzelimperium ab Level 7 auch einen Erholungsgarten. Hier könnt ihr keine der regulären Pflanzen anbauen, denn der Erholungsgarten ist rein zur Dekoration gedacht. Stattdessen pflanzt ihr hier beispielsweise Herzbüsche, baut einen eigenen Schuppen auf oder hebt später sogar einen Teich aus. All das ist ebenfalls durch eine eigene Questreiche miteinander verbunden, sodass ihr in Wurzelimperium auch auf lange Sicht keine Langeweile befürchten müsst.

Hobbygärtner sind im Browserspiel Wurzelimperium goldrichtig: Hier wartet langanhaltender Spielspaß, der auch erfahrene Spieler noch auf höheren Leveln fordert und mit Aufgaben versorgt.