Wild Guns

Wild Guns Review

Review

Willkommen im Wilden Westen

Das Browserspiel Wild Guns entführt euch in die Zeit des Wilden Westens und lässt euch als Cowboy, Indianer oder Mexikaner am Kampf um neue Siedlungsplätze hautnah teilhaben.
 
Zur Auswahl stehen dabei drei Völker, die alle ganz eigene Merkmale haben: Die Cowboys sind eine eher defensive Fraktion, die sich auf die Verteidigung ihrer eigenen Siedlungen spezialisiert hat und daher auch die besten Verstecke im Spiel besitzt. Außerdem können sie ihre Einheiten nicht nur zur Verteidigung, sondern auch zum Abbau von zusätzlichen Ressourcen einsetzen. Das genaue Gegenteil sind die Indianer, die voll auf die Offensive setzen und die besten Angriffseinheiten in die Schlacht führen. Außerdem sind in Verstecken verborgene Ressourcen nicht komplett vor ihnen sicher, sodass sie sich sehr gut eigenen, um gegnerische Siedlungen zu plündern. Wer sich dagegen für die Mexikaner entscheidet, bekommt eine eher ausgewogene Fraktion präsentiert, die die besten Wälle im Spiel besitzt und zudem über einen zusätzlichen Eintrag in der Bauliste verfügt. Durch diese Eigenschaften können sich Spieler genau das Volk aussuchen, das am besten zu ihrer bevorzugten Spielweise passt.

Jeder fängt mal klein an

Wer noch nie zuvor ein Strategie-Browsergame gespielt hat, bekommt gleich zu Beginn eine Einführung in das Spiel durch das Tutorial. Hier lernt ihr, wie ihr die ersten Gebäude errichtet und damit an neue Ressourcen kommt. Alle Bauten, Einheiten und Technologien kosten in Wild Guns Rohstoffe, von denen es vier verschiedene Arten gibt: Holz, Lehm, Eisen und Nahrung. Um an diese zu gelangen, müsst ihr die entsprechenden Produktionsstätten bauen, für die es in jedem Dorf bestimmte Bauplätze gibt. Holzfäller, Lehmgrube und Eisenmine können je vier Mal errichtet werden, während es für die Farmen sechs Bauplätze gibt. Diese sind alle um das Zentrum der Stadt angeordnet, in der es frei bebaubare Slots gibt. Hier könnt ihr die restlichen Gebäude wie Rohstoff- und Nahrungsspeicher, Kaserne und Akademien errichten.
 
Alle Gebäude lassen sich in mehreren Stufen ausbauen, was ihre Effektivität erhöht. Während die rohstoffproduzierenden Gebäude so mehr Ertrag liefern, könnt ihr beispielsweise durch eine aufgewertete Kaserne schneller Truppen produzieren oder durch eine bessere Akademie neue Technologien erforschen. Von Stufe zu Stufe steigen aber nicht nur die Kosten, sondern vor allem auch die benötigte Bauzeit. Um dem entgegen zu wirken, könnt ihr euer Hauptgebäude, das das Zentrum eines jeden Dorfes bildet, aufwerten. Dadurch verkürzt sich die Bauzeit aller Gebäude um einen bestimmten Prozentsatz.

Truppenaufbau

Bald schon werdet ihr alle Gebäudeplätze in eurem Dorf besetzt haben und mit dem Aufbau eurer eigenen Truppe beginnen, denn der Wilde Westen ist rau. Überall um euch herum befinden sich andere Spieler, die ihre eigenen Dörfer errichten und nicht davor zurückschrecken, sich durch Plünderung an euren Ressourcen zu bedienen. Allein schon deshalb ist es wichtig, für eine ausreichende Verteidigung zu sorgen. Die Grundlage bildet dabei der Wall, der eure Siedlung umschließt und euch, je nach Ausbaustufe, sowohl eine gewisse Grundverteidigung, als auch einen prozentualen Verteidigungsbonus liefert. Das alleine reicht aber noch nicht aus; erst mithilfe eurer Einheiten könnt ihr Angreifer erfolgreich zurückschlagen. Dafür bietet Wild Guns euch eine ganze Palette an Möglichkeiten.
 
In der Kaserne lassen sich die ersten Soldaten rekrutieren, die je nach Volk auf den Namen Farmer, Bogenschütze oder Poncho hören. Sie sind einfache Infanterie-Einheiten, die sich aber nur langsam über die Karte bewegen und nicht übermäßig stark sind. Wollt ihr dagegen besser Truppen rekrutieren, müsst ihr zunächst eine Akademie bauen und dort die entsprechenden Technologien erforschen. Dann könnt ihr bald schon Scharfschützen, Tomahawk-Kämpfer und El Mariachi eurer Armee hinzufügen, die schon deutlich stärker sind.

Auf zum Angriff

Wollt ihr euch dagegen an den Ressourcen anderer Spieler vergreifen, ist die Fortbewegungsgeschwindigkeit und Tragelast entscheidender. In diesem Fall könnt ihr auf berittene Einheiten zurückgreifen, die sich deutlich schneller über die Karte bewegen und euren Gegnern weniger Zeit lassen, auf diesen Angriff zu reagieren. Diese werden dann allerdings nicht in der Kaserne, sondern im Stall rekrutiert. Und auch für Säbelrassler, Donnerbüchse und Conquistador gelten, dass ihr die Akademie entsprechend weit ausbauen und den Truppentyp erforschen müsst.
 
Wollt ihr dagegen nicht nur Ressourcen plündern, sondern gar die Gebäude eures Gegners zerstören, könnt ihr Kanonen bauen, die bei Erfolg die Stufe der Gebäude herabsetzen. Besonders effektiv ist dies im Zusammenhang mit Nahrungsfeldern: Zerstört ihr nämlich diese, muss der Gegner sie erst wieder aufbauen, bevor er neue Einheiten rekrutieren kann, und verliert darüber hinaus auch große Teile seiner Nahrungsreserven.
 
Ganz gleich, ob ihr auf berittene Einheiten, Kanonen oder die Infanterie setzt, jeder Truppentyp verfügt über unterschiedliche Angriffs- und Verteidigungswerte. Diese legen fest, wie sich ein bestimmter Einheitentyp im Kampf mit anderen schlägt. Während der Angriffswert stets gleich ist, wird der Verteidigungswert in die Kategorien Infanterie und Kavallerie unterteilt. Manche Einheiten, wie zum Beispiel der Cowboy, sind gegenüber Infanterie deutlich effektiver als gegen berittene Einheiten. Genau umgekehrt verhält es sich beim Säbelrassler, der kein Problem hat, wenn andere Kavallerieeinheiten angreifen, sich aber deutlich schlechter gegen Infanterie verteidigt. Auf diese Weise könnt ihr eure Truppen ganz gezielt zusammenstellen und euren Feinden ein Schnippchen schlagen, solltet ihr deren Einheitenzusammensetzung kennen.
 
Um immer genau zu wissen, was euch erwartet, wenn ihr die Dörfer des Gegners angreift oder dessen Angriffen ausgesetzt seid, könnt ihr eure Späher aussenden und die feindlichen Siedlungen ausspionieren. Habt ihr die Fähigkeit Spionage ausreichend weit erforscht und genug Trapper, Späher oder El Descubridor losgeschickt, erhaltet ihr einen detaillierten Bericht über die Gebäude, deren Ausbaustufe und die stationierten Truppen. Im Gegenzug kann euer Gegner euch natürlich ebenfalls ausspionieren, also seid stets wachsam.

Mehr Land!

Irgendwann kommt der Punkt, an dem der Platz in der eigenen Siedlung zur Neige geht, oder die Truppenproduktion ins Stocken gerät, da der Nahrungsverbrauch zu hoch wird. Dann wird es Zeit, das eigene Territorium zu erweitern. Dazu könnt ihr einen Siedlertreck rekrutieren, mit dem ihr eine neue Siedlung auf einem freien Planquadrat errichten könnt. Auf diese Weise könnt ihr Stück für Stück neue Dörfer errichten und so nicht nur euren Einflussbereich vergrößern, sondern auch deutlich mehr Truppen produzieren, die ihr bei Bedarf auch vorübergehend in anderen Dörfern unterbringen könnt; sehr nützlich, wenn ihr gerade angegriffen werdet und eure Verteidiger weiter unterstützen möchtet.
 
Eine Alternative zum Aufbau einer neuen Siedlung ist es, die Siedlungen der Konkurrenten zu erobern. Das hat den Vorteil, dass ihr bei Erfolg ein bereits ausgebautes Dorf in eurem Besitz habt und so jede Menge Zeit und Ressourcen spart. Die Übernahme ist aber eine etwas knifflige Angelegenheit, die viel Zeit und das richtige Timing benötigt. Glückt ein Angriff, bei dem ein Whiskey-, Feuerwasser- oder Tequilla-Treck beteiligt war, sinkt dadurch die Zustimmung in dem betroffenen Dorf um bis zu 30 Punkte. Erreicht sie Null, gehört das Dorf euch. Dazu müsst ihr aber natürlich mehrere erfolgreiche Angriffswellen durchführen, was relativ schnell erfolgen muss, da sich die Zustimmung langsam aber sicher wieder regeneriert. Zudem hat der Verteidiger auch die Möglichkeit, in der Zwischenzeit neue Truppen zur Verteidigung heranzuziehen, sodass sich ein spannender Kampf entwickelt.
 
Durch seine gut ausbalancierten Völker und die bewährte Spielmechanik ist Wild Guns ein ideales Spiel für alle Aufbau- und Strategiefans, die schon immer einmal den Wilden Westen erobern wollten. Gehört auch ihr dazu?