War of Titans

War of Titans Review

Review

Das antike Spektakel neu aufgelegt

 

War of Titans bringt Browserspielern frisches Pixelblut auf den Schirm. In den Arenen des antiken Europas muss der Spieler seine Qualitäten als versierter Kämpfer beweisen, die Herzen der Zuschauer für sich gewinnen und seine Kriegskunst weiterentwickeln. Nur so hat er die Aussicht, im Wettkampf Mann gegen Mann zu bestehen und als unbezwingbarer Titan in die Geschichte einzugehen.

Das Spiel erinnert mit seiner isometrischen Perspektive auf den Helden und die antike Kulisse an klassische PC-Rollenspiele. Eine Einzelspieler-Story versetzt den Spieler auf eine Übersichtskarte und führt ihn durch zahlreiche verschiedene Städte und Provinzen der Antike. In den berüchtigtsten Kampfarenen und Stadien angekommen, müsst ihr euch zunächst einen Namen machen, denn erst mit dem Anstieg eures Levels werden neue Reiserouten frei. Dann werden neue, gefährlichere Ziele auf der Übersichtskarte zugänglich. Geleitet durch Quests erfüllt man Aufgaben und stellt sich in den Arenen vor Ort immer bedrohlicheren Gegnern entgegen, die einem alleine oder in Gruppen die Weiterreise verwehren. Darunter sind auch eine Reihe exotischer Raubtiere und sogar fantastische Bestien, die der Welt der Mythen entflohen sind und für den Spieler zur realen Bedrohung seines Lebens werden.

Wer erst mal Trockenübungen machen will, dem steht auch nach dem Tutorial jederzeit die Gladiatorenschule zum Training der Spielsteuerung offen. Und natürlich ist neben den computergesteuerten Feinden auch ein PvP-Modus mit echten Konkurrenten bündig in das Spielprinzip integriert.


Kampfstil mit eigener Note

Vier Charaktere stehen zu Spielbeginn zur Auswahl, von denen man einen auf dem Weg zum Champion begleiten darf. Unter den Bewerbern findet sich mit Camulus ein wortkarger Kelte, mit Calidus ein finster dreinblickender Macedonier und als letztes Paradebeispiel an Männlichkeit der Veteran Saracus ein. Zudem bietet sich dem zögerlichen Spieler mit Achilla eine tödliche Amazonen-Kriegerin an.  Jeder von ihnen bringt eine einzigartige Spezialfähigkeit mit, die sich mit der Leertaste ausführen lässt und dem jeweiligen Kampfstil eine eigene Note verleiht. Der stoische Kelte darf zum Beispiel einen Rundumschlag ausführen, der alle in Reichweite einen Kopf kürzer macht. Alle unterscheiden sich zudem in den vier Hauptattributen Stärke, Geschwindigkeit, Ausdauer und Geschicklichkeit. Mithilfe der Maus bewegt ihr euren erwählten Helden über den Bildschirm und markiert Angriffsziele, mit der Steuerungstaste führt ihr einen regulären Angriff aus.

Zentrales Spielelement wird dabei die Ausrüstung des eigenen Helden: Diverse Slots können mit immer besseren Rüstungsteilen belegt werden, verheerende Waffen dürfen von eurem Recken gegen die bedauernswerte Konkurrenz anderer Gladiatoren-Schulen geschwungen werden. Über verschiedene Ausbaustufen hinweg werden die Waffenklassen nach und nach verfügbar. Einhändige und beidhändige Schwerter und Bögen, Knüppel, Streitkolben und Wurfbeile stehen zur Wahl, um nur einige der klassischen Arbeitswerkzeuge zu nennen. Mit Schild, Brustpanzer und Furcht einflößendem Helm kann jeder an der Verteidigungsstrategie seines Recken feilen. Die aufsummierten Panzerungspunkte legen sich dann als zweiter Balken über die Gesundheit. Die wiederum wird nur reduziert, wenn der Schutz durchdrungen wurde. Rüstung ist aber mehr als nur ein Wert, denn Rüstungen sind gerade auf der Rückseite empfindlich. Damit will War of Titans einen weiteren taktischen Aspekt in die Kämpfe einführen. Man darf nebenbei auch erworbene Legierungen auf Waffen auftragen und deren Effektivität so kampfentscheidend steigern.

Natürlich ist jede Waffe letztlich nur so gut wie die Person, die sie führt -  die Meisterschaft mit den Waffengattungen muss über ein Skillsystem erarbeitet werden. Skillpunkte werden nicht pro Level ausgeschüttet, sondern beim Reisen gefunden oder in den Kämpfen und Quests gewonnen. Übt man fleißig, darf man auf dem Höhepunkt der Karriere sogar die Schwerter und Äxte der Titanen schwingen. Ein nettes Detail ist, das euer Held schmächtig startet und im Verlauf seines Trainings zum schrankbreiten Muskelpaket mutiert. 


Die Welt öffnet sich den Tollkühnen

Je höher ihr in den Rängen der Gladiatoren aufsteigt, desto besseres Kriegsgerät wird euch angeboten. Welcher Waffenschmied verschwendet seine Kreationen schon gerne an Weichlinge und blutige Anfänger? Außerdem sind es die siegreichen Kämpfer, die ihre Taschen mit Silber und Goldmünzen füllen. Für die besten Angebote besucht ihr die Marktplätze größerer und auch gefährlicherer Städte. Überladet euren Helden aber nicht, sonst werden seine Attribute durch die Last an Waffen verringert.

Alle Ausrüstungsgegenstände und der Level des Spielers werden durch das Game zu eurem Minimal- und Maximalschaden zusammengeführt, ein Hieb richtet beim Gegner Schaden in diesem Bereich an. Dazu bestimmen die Schlagrate der Waffe und die Trefferchance den Schlagabtausch. Waffentypen haben untereinander Stärken und Schwächen: Mit den Zifferntasten wechselt ihr je nach Kampfgeschehen zu besser geeigneten, auf diesen Shortcuts abgelegten Waffen. 


Wilde Massenschlachten um Ruhm und Reichtümer

Die PvP-Gebiete sind von jeder Provinz oder Stadt aus zu betreten. Siegt man hier gegen echte Mitspieler, kann man sich über weit höhere Belohnungen als in der Kampagne freuen. War of Titans unterstützt das gemeinsame Spiel tausender Nutzer, ein entsprechendes Getümmel erwartet einen, wenn man die PvP-Arenen betritt. Man hat dann ein paar Sekunden Zeit, sich zu orientieren, bevor andere einen attackieren dürfen. Zweikämpfe sind üblich, aber dadurch das War of Titans das Duell nicht isoliert, können sich Dritte jederzeit in das Echtzeitgeplänkel einschalten. Anfänger dürfen sich das Treiben in den PVP-Arenen übrigens einen Tag lang anschauen, ohne angreifbar zu sein - dann sind auch sie Teil des gefährlichen Massenspektakels.

PvP-Kämpfe sind der effektivste Weg Ruhmpunkte zu sammeln. Der eigene Ruhm steigt und sinkt mit dem Ausgang geschlagener Schlachten. Ruhm ist nicht nur eine aussagekräftige Vergleichsbasis für den Erfolg eines Spielers, besonders ruhmreiche Gladiatoren entlohnt das Game mit zusätzlichen Spielfeatures.

In einem Spiel um Leben und Tod hat das vorzeitige Ableben natürlich ständig Präsenz. Mit Heiltränken haltet ihr euren Spieler am Leben, sollte man aber doch mal sterben, darf man gegen einen verschmerzbaren Obulus aus dem Totenreich zurückkehren. Man erscheint in der 'Lagerstätte', wo man seine Wunden leckt, beschädigte Ausrüstung repariert oder austauscht und seine Rachepläne schmiedet. 


Im Multiplayer-Clan auf Rachefeldzug

Wer beim Rachefeldzug lieber ein eingespieltes Team an Killern an seiner Seite hat, für den ist das Clanfeature eine Offenbarung. Hiermit wird es in War of Titans möglich, euch als ganzer Kampfverband in die Schlacht zu stürzen. Zusätzlich eröffnen sich im Bündnis exklusive Clan-Quests, die einen als Gruppe ins Abenteuer führen. Ein Clan teilt sich zudem gemeinsam Ruhm, der wiederum besondere Spielelemente für den Clan freischalten kann, wenn er denn berühmt genug ist.

Die Arenen sind Spielmittelpunkt von War of Titans, entsprechend kann der Titel bei eingefleischten Fans mit seinem integrierten Arena-Editor punkten. Zahlende Nutzer dürfen sich zusätzlich zum Spielmodus des Browsergames über ein umfangreiches Editor-Kit freuen, dass ihnen die Erstellung privater Kampfschauplätze erlaubt. Baumeister können ihre Kreationen dann untereinander tauschen und darum streiten, wer das fiesere Todesszenario entworfen hat.

Mit all diesen Funktionen und actionreichem, taktisch angehauchten Gameplay kann War of Titans begeistern. Training und überlegtes Ausrüsten macht sich im Wettkampf gegen die Mitspieler bezahlt, und die Jagd nach Ruhm verspricht, euch lange in der Antike zu halten.