War for the Overworld

Bullfrogs Dungeon Keeper ist bis heute in den Köpfen der Spieler fest verankert, obwohl EA selbst die Serie zuletzt mit dem Mobile-Ableger an die Wand gefahren hat. Vielleicht ist aber gerade dieser Mangel einer würdigen Fortsetzung der Grund dafür, dass aktuell gleich mehrere Entwickler versuchen, das Nischen-Genre des Dungeon-Managers wiederzubeleben. Neben Dungeons 2, das beim deutschen Entwickler Realmforge Studios entsteht, ist War for the Overworld derzeit der heißeste Anwärter auf den Genre-Thron. Subterranean Games ist zwar noch ein recht frisches Studio, aber auf Kickstarter konnte man für die Entwicklung trotzdem fast 300.000 € einsammeln. Für ein unbekanntes Studio eine enorme Summe, aber wenn man nach den Steam-Reviews gehen darf, dann hat sich diese Investition für die meisten Unterstützer wohl gelohnt.

Vorab eine kleine Warnung: War for the Overworld hält sich so sehr an den Klassisker, dass manche es sogar als Dungeon Keeper 3 bezeichnen. Für viele könnte es sicher kein besseres Kompliment geben, aber manch einer erwartet nach all den Jahren vielleicht doch noch etwas mehr Innovationen, als hier zu finden sind. Ihr startet also mit dem Kern eures Dungeons und beginnt damit, unzählige Tunnels ins Gestein zu hauen und mit neuen Räumen in alle Himmelsrichtungen zu expandieren. Unverzichtbar für den Ausbau des Dungeons sind die Minions, welche unterwürfig ihrem dunklen Meister, also euch, folgen.

Mit ihrer Hilfe grabt ihr nicht nur neue Gänge, sondern baut auch verschiedenste Arten von Einrichtungen, die zum Beispiel der Versorgung eurer Minions dienen oder weitere Diener anlocken sollen. Angefangen bei einem Schlachthaus über Baracken bis hin zu einer Art Bibliothek ist fast alles dabei, was eure Gefolgschaft bei Laune halten könnte. Außerdem habt ihr ein ganzes Arsenal an Zaubersprüchen und Fallen, mit denen ihr allen Eindringlingen ein furchtbar böses Ende bereiten könnt. Im Laufe des Spiels erhaltet ihr schließlich Zugang zu immer neuen Werkzeugen, Dienern und Räumen, die das Spiel frisch halten und euch gleichzeitig vor neuen Herausforderungen stellen sollen.

Während ihr euch dem Ausbau eures diabolischen Verlieses widmet und Abenteurer in Angst und Schrecken versetzt, begleitet euch die Stimme eines teuflischen Mentors. Er steht euch nicht nur beratend zur Seite, sondern sorgt mit schwarzem Humor für bösartig gute Laune. Gesprochen wird er übrigens von keinem geringeren als Richard Ridings, der auch schon dem ersten Dungeon Keeper seine Stimme geliehen hat. Die Technik hat zwar stellenweise mit Performance-Problemen zu kämpfen, macht ihre Sache sonst jedoch recht gut. Besondere Erwähnung verdient auch der Koop-Modus, in dem ihr gemeinsam den Abenteurern das Leben schwer machen könnt.

An einigen Ecken fehlt War for the Overworld zwar noch der richtige Feinschliff, aber davon abgesehen ist es nicht nur für Fans von Dungeon Keeper ein diabolisches Vergnügen.


Tipps

War for the Overworld - Einheiten Guide

Unser Guide zu War for the Overworld verrät Tipps & Tricks zu den verschiedenen Einheiten sowie deren Fähigkeiten und Voraussetzungen.

13.08.2015 um 15:56 Uhr

Tags: Rollenspiel | Fantasy | Strategie

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