Valiant Hearts: The Great War

Valiant Hearts: The Great War

Lange Zeit bauten die großen Publisher ausschließlich auf große Titel mit etablierten Namen, fortschrittlicher Technik und Themen, die ein möglichst breites Publikum ansprechen konnten. Mit dem großen Boom in der Indie-Szene und immer mehr kleineren Titeln, die gute Verkaufszahlen erreichen, beginnt bei den Riesen der Branche aber allmählich ein Umdenken. So hat vor allem Ubisoft inzwischen erkannt, dass es sich durchaus auch für ein Unternehmen ihrer Größe lohnen kann, neben den Großproduktionen noch ein paar kleinere und gewagtere Titel zu entwickeln.

So entstand nach dem märchenhaften Child of Light nun Valiant Hearts: The Great War, das mit seiner Thematik einen Weg einschlägt, der kaum ernster sein könnte. Statt bunter Fantasie-Welten und fröhlichen Geschichten widmet sich Ubisoft Montreal in seinem neuen Werk nämlich einem der furchtbarsten Konflikte der Menschheitsgeschichte: dem ersten Weltkrieg.

Dabei geht es jedoch nicht im Stile eines Call of Duty oder Medal of Honor zur Sache, sondern man begegnet diesem Thema mit Ernsthaftigkeit und Feingefühl. Statt eines Action-Feuerwerks erwartet euch also vielmehr eine eindringlich erzählte Geschichte über die Schrecken des Krieges. Die Mechanik des Spiels lässt sich dabei am ehesten als 2D-Adventure bezeichnen, bei dem es zwar auch kleinere Denkaufgaben zu lösen gilt, das im Wesentlichen aber den Fokus auf die Erzählung seiner Geschichten legt.

Im Laufe des Spiels lernt ihr vier Menschen und einen Hund kennen, die allesamt die grausamen Kämpfe an der Front miterleben und einfach nur versuchen, diesen Albtraum zu überstehen. Ihr werdet also nicht wie üblich von irgendwelchen Vorgesetzten von einer Mission zur nächsten gehetzt. Hier steht nicht der Sieg einer Schlacht im Vordergrund, sondern Menschen wie du und ich, die nur überleben wollen. Für die nötige Authentizität nahm sich Ubisoft daher diverse Briefe aus jener Zeit als Inspiration und baut seine Figuren darauf auf. Einige dieser Briefe könnt ihr auch im Spiel finden, was die Geschichte von Valiant Hearts: The Great War immer wieder auf eine erschreckend reale Ebene holt.

Die zweidimensionale Perspektive tut der Eindringlichkeit der Bilder dabei keinen Abbruch, denn trotz des zunächst ausgesprochen hübschen Zeichenstils, schafft es Ubisoft auch, den Szenen eine gewisse Ernsthaftigkeit zu verleihen und eindrucksvolle Bilder zu schaffen. Auf diese Weise beweist man auch gleich wieder, was für eine hervorragende Technologie die Ubiart-Engine, die zuvor schon bei Rayman Legends und Child of Light zum Einsatz kam, doch ist.

Valiant Hearts: The Great War ist ein mutiges Projekt, für das Ubisoft hoffentlich auch mit ordentlichen Verkaufszahlen belohnt wird.


Tags: Adventure | Side-Scroller | Rollenspiel

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