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Eine für alle

Im Vorfeld wurde so viel spekuliert wie selten zuvor und insbesondere der Name war für alle ein kleines Rätsel. Während bei Sony relativ klar war, dass sie der etablierten PlayStation einfach nur eine höhere Zahl spendieren würden, gab es für die neue Xbox von Infinity über Now bis hin zu 720 unzählige Kandidaten für den Namen. Am Ende taufte man das gute Stück einfach Xbox One, was zwar für einige Diskussionen unter Spielern und Presse sorgte, aber im Hinblick auf das Konzept der neuen Konsole absolut Sinn macht.

Microsoft will die Xbox One als zentrale Einheit eures Wohnzimmers positionieren und euch per Kinect und Controller alles steuern lassen, was auch nur im entferntesten mit Multimedia zu tun hat. Ob interaktives Fernsehen, Filme schauen und nebenher im Web surfen oder den nächsten Blockbuster spielen, nach Microsofts Vorstellung läuft in Zukunft alles über die Xbox One und zwar ohne Unterbrechungen.

Inwieweit sich dieser Titel auf die Vermarktung auswirkt kann letztendlich wohl nur ein Marketing-Experte beurteilen, aber solange man uns mit tollen Spielen versorgt, ist uns der Name auf der Kiste doch eigentlich sowieso egal.

Das kleine Schwarze

Das Schwarz der 360 Slim bleibt uns weiterhin erhalten, aber die kantige Form der Konsole erinnert stark an HiFi-Geräte oder HTPCs. Für etwas optische Spannung sorgt das zweigeteilte Design, bei dem Lüftungsschlitze und eine glatte Klavierlack-Oberfläche jeweils eine Hälfte der Oberseite verkörpern. Die äußerst schlicht gehaltene Front besteht aus dem BluRay-Laufwerk auf der linken Seite, das diesmal auf eine Slot-Technik wie die der PS 3 setzt und einer minimalistischen rechten Hälfte, die lediglich das Xbox Logo ziert.

Kinect ist nun ein fester Bestandteil der Xbox Erfahrung und wurde deutlich überarbeitet. Die separate Kamera arbeitet nun in 1080p und mit 30 Bildern pro Sekunde. Außerdem hat man das Sichtfeld nun stark vergrößert, wodurch Kinect endlich auch große Räume erfassen kann, aber gleichzeitig hat man auch die Funktionsweise in kleinen Räumen verbessert. Schlechte Lichtverhältnisse sollen in der neuen Version ebenfalls weniger Probleme bereiten. Mit der Erkennung von Gesichtsausdrücken bietet Kinect auch noch ein komplett neues Feature, wobei noch fraglich ist, wie gut es funktioniert und ob man das überhaupt sinnvoll nutzen kann.

Den Kern der Spielerfahrung bildet aber weiterhin der Controller und der wurde lediglich im Detail verbessert. Das bewährte Layout wurde natürlich beibehalten, aber insgesamt erinnert der Controller nun stark an den S-Controller der Ur-Xbox. Den halb runden Guide Button hat man geändert und es gibt jetzt eine Windows Taste. Das D-Pad, die große Schwachstelle des 360 Controllers, hat man überarbeitet und die Trigger verfügen nun über Force-Feedback-Funktionen.

Die inneren Werte

Kommen wir nun zum Inneren der schwarzen Kiste, die nicht nur von außen deutliche Ähnlichkeiten zum PC aufweist. Die Xbox One setzt auf eine 64Bit-Architektur mit einer AMP APU, die aus zwei Quad-Core-Modulen besteht und pro Kern mit 1,75 GHz getaktet ist. Die APU teilt sich mit der Grafikeinheit, die ebenfalls von AMD stammt, insgesamt 8 GB RAM.  Dazu kommen ein BluRay-Laufwerk, USB 3.0 Anschlüsse und eine Festplatte mit 500 GB. Sollte euch der Platz ausgehen, dann könnt ihr diesen lediglich mit USB-Speichermedien erweitern. Ein Tausch der Festplatte wird nicht möglich sein. Wer alte Peripherie oder Spiele von seiner 360 nutzen möchte, der hat ebenfalls das Nachsehen.

Im Vergleich zur Konkurrenz also keine großen Unterschiede und mit der Nähe zur PC Hardware wird auch hier wieder die Multiplattform-Entwicklung etwas erleichtert. Als Multimedia-Zentrum soll die Xbox One natürlich schön leise sein und zudem hat man auch schon an die Zukunft gedacht und darum unterstützt man 4K-TV-In- und Output. Auch 4K-Gaming wäre theoretisch möglich, aber das wird vermutlich die Ausnahme bleiben, wenn es überhaupt mal 4K-Titel geben wird.

Auch die Leistung von Xbox Live wurde weiter ausgebaut und die Zahl der Server um ein Vielfaches erhöht. Die erste Fassung von Xbox Live wurde damals von etwa 3.000 Servern versorgt und die Xbox 360 kommt aktuell mit etwa 15.000 Servern aus. Bei der Xbox One sollen in Zukunft beeindruckende 300.000 Server für eine perfekte Online-Anbindung sorgen. Die Server sollen jedoch nicht nur Downloads und Co. bereitstellen, sondern auch das Aufnehmen und teilen von Spielszenen ermöglichen. Hier will man auch mit den Video-Sharing Funktionen der PS 4 konkurrieren.

DRM, XBLA und Co.

Inzwischen ist es so, dass die Konsole kein eingebautes DRM-System nutzt und Spiele in der Regel wie gewohnt gekauft und verkauft werden können. Ursprünglich hatte Microsoft ein sehr restriktives DRM-System vorgesehen, dass an Plattformen wie Steam und Origin erinnerte.

Abwärtskompatibel ist die Xbox One übrigens nicht und MS plant derzeit auch keinen Streaming-Dienst, wie ihn Sony mit Gaikai bzw. PS Now bieten wird. Auf eure XBLA-Bibliothek müsst ihr ebenfalls verzichten, aber wenigstens eure gekauften Filme und Musik könnt ihr auf die neue Konsole transferieren. Erhalten bleiben euch auch die Avatare und der Gamerscore, wobei man das Achievement-System noch überarbeiten und etwas dynamischer machen möchte.