Rennspiele auf corsual.com

Lasst mit Corsual die Reifen qualmen! Nachfolgend findet ihr eine Liste mit Rennspielen aller Art, vom kurzweiligen Arcade-Racer über realistische Rennsimulationen bis hin zu den spaßigen Kart- und SciFi-Racern ist alles dabei.

Racecraft | © © spiele.radio.de 2016 Racecraft
PC
Vae Victis lässt euch in Racecraft auf zufällig generierten Rennstrecken um den Sieg fahren.
FIM Speedway Grand Prix 2015 | © © spiele.radio.de 2015 FIM Speedway Grand Prix 2015
PC
FIM Speedway Grand Prix 2015 ist ein Lizenzspiel zur beliebten Motorradsportart. Ein echter Geheimtipp!
Perfect Shift | © © spiele.radio.de 2015 Perfect Shift
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Im kostenlosen Mobile-Game Perfect Shift fahrt ihr illegale Drag-Rennen in allerlei aufgemotzten Sportwagen.
Blocky Highway | © © spiele.radio.de 2015 Blocky Highway
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Das kostenlose Mobile-Game Blocky Highway macht aus dem Endless Runner-Konzept ein kurzweiliges Rennspiel.
Smashy Road: Wanted | © © spiele.radio.de 2015 Smashy Road: Wanted
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Das Mobile-Game Smashy Road: Wanted verwandelt die Verfolgungsjagden von GTA & Co. in einen ungewöhnlichen Endless Runner.
Angry Birds Go | © © spiele.radio.de 2015 Angry Birds Go
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Wenn ihr Mario Kart toll findet, solltet auch mal einen Blick auf Rovios free-to-play Mobile-Rennspiel Angry Birds Go werfen!
Need for Speed No Limits | © © spiele.radio.de 2015 Need for Speed No Limits
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In Need for Speed No Limits erschafft ihr euer ultimatives Traumauto und beweist in rasanten Straßenrennen euer fahrerisches Können!
Asphalt 8: Airborne | © © spiele.radio.de 2015 Asphalt 8: Airborne
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Werft die Motoren an und rast im kostenlosen Mobile Game Asphalt 8: Airborne mit Highspeed-Fahrzeugen über gefährliche Rennstrecken!
Crazy Taxi City Rush | © © spiele.radio.de 2014 Crazy Taxi City Rush
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Rast durch die 3D-Stadt von Crazy Taxi City Rush und befördert eure Fahrgäste möglichst schnell ans Ziel, um kostbare Belohnungen und Boni abzuräumen!...
Cars – Schnell wie der Blitz | © © spiele.radio.de 2014 Cars – Schnell wie der Blitz
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Fahrt in Cars – Schnell wie der Blitz mit euren Lieblingscharakteren aus Pixars Animationsfilm spannende Rennen und erschafft aufregende Strecken!
TrackMania 2 Valley | © © spiele.radio.de 2014 TrackMania 2 Valley
PC
Der dritte Teil der TrackMania 2 Serie bringt erneut ein frisches Thema in den Rennalltag.
Trials Frontier | © © spiele.radio.de 2014 Trials Frontier
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Endlich könnt ihr euch auch unterwegs die Knochen brechen.
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Rennspiele

Rennspiele sind fast so alt wie die Videospiele an sich und sie zählen bis heute zu den beliebtesten Spielen. Seinen Anfang nahm das Genre bereits in den siebziger Jahren als ATARI mit Space Race und Taito mit Astro Race die ersten Rennspiele in die Spielhallen brachten. Diese waren natürlich noch extrem einfach gehalten und wählten vor allem wegen der technischen Einschränkungen den Weltraum als Schauplatz. Ein weiterer Trick war die Perspektive, die euch stets nur von oben auf die Strecke schauen ließ. Doch mit den Jahren wurde die Technik leistungsfähiger und das eröffnete auch den Entwicklern von Rennspielen neue Möglichkeiten. Doch obwohl die Spiele stetig anspruchsvoller wurden, dauerte es bis zum Beginn der Neunziger und dem Durchbruch der 3D-Grafik, ehe die Rennspiele wirklich ihren Namen verdienten und zu dem wurden was wir heute kennen.

Während Nintendo 1992 Super Mario Kart für das SNES veröffentlichte und damit noch auf einen pseudo-3D-Effekt setzte, war SEGA schon ein paar Schritte weiter. Sie brachten im gleichen Jahr Virtua Racing in die Spielhallen und erschufen das erste vollwertige 3D-Rennspiel. Namco und ATARI hatten zwar zuvor schon in Winning Run bzw. Hard Drivin' auf 3D gesetzt, aber die Umsetzung war noch sehr primitiv und viele Features eines modernen Rennspiels fehlten. Überhaupt war die Spielhalle der Geburtsort für alle Rennspiele, wenn man so will, denn lange Zeit war nur hier die nötige Hardwareleistung vorhanden, um das rasante Gameplay auch ansprechend umzusetzen. Nur ein Jahr nach Virtua Racing erschien Namcos Ridge Racer und SEGA konterte noch im gleichen Jahr mit Daytona USA, das erneut technische Maßstäbe setzte.

Als schließlich Ende 1994 in Japan die PlayStation und der Sega Saturn erschienen und 3D-Grafik auch in den heimischen Wohnzimmern ihren Siegeszug antrat, war das der Startschuss für zahlreiche Rennspiel-Serien, die zum Teil bis heute fortgeführt werden und die wichtigsten davon wollen wir im Anschluss etwas näher betrachten. Macht euch also bereit für eine Rundreise durch die Welt von dröhnenden Motoren und quietschenden Reifen.

Arcade-Racer:

Die älteste Form des Rennspiels sind wohl die Arcade-Racer, die, wie der Name schon sagt, ihren Ursprung in der Spielhalle haben und kurzweiligen Spielspaß über den Realismus stellen. Natürlich sind einige davon trotzdem noch realistischer als andere, aber alle sind weit davon entfernt, eine Rennsimulation zu sein.

Namcos Ridge Racer ist die wohl älteste Arcade-Rennspielserie, die bis heute regelmäßig fortgeführt wird. Was in der Spielhalle begann und kurz darauf zum Aushängeschild mehrerer PlayStation-Generationen wurde, ist inzwischen zu einer legendären Serie mit mehr als einem Dutzend großen und diversen kleineren Ablegern geworden. Das charakteristische Gameplay, bei dem ihr fast jede Kurve per Drift meistern müsst und der Elektro-Soundtrack haben sich trotzdem nie groß verändert. Lediglich 2003 versuchte man mit dem Spin-Off R: Racing Evolution, ein wenig im Markt von Gran Turismo und Co. zu wildern. Über die Jahre ist Reiko Nagase, das „Maskottchen“ der Serie, sogar zu einer der beliebtesten Figuren der Spielewelt geworden, obwohl sie noch nicht mal hinter das Steuer darf. Über Generationen hinweg durfte das obligatorische Ridge Racer zum Start einer neuen Sony-Konsole nicht fehlen, aber aktuell ist es etwas still geworden. Zuletzt wagte Namco ein paar Experimente und heuerte Bugbear Entertainment (FlatOut) an, um mit RR: Unbounded einen Konkurrenten zu Burnout zu entwickeln. Bei den Spielern kam dieser Ausflug aber genauso wenig an wie der Free to Play-Ableger RR: Driftopia.

Nur ein Jahr nach dem ersten Ridge Racer begann auch die Erfolgsgeschichte von EAs The Need for Speed, das zunächst auf dem glücklosen 3DO debütierte und anschließend auf DOS sowie Saturn und PlayStation portiert wurde. Im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten fuhr man hier nicht mit bunten Fantasieautos über feste Rennstrecken, sondern durfte in detailgetreuen Nachbildungen echter Luxussportwagen Platz nehmen. Mit den teuren Wagen lieferte man sich dann illegale Straßenrennen, bei denen sowohl ziviler Straßenverkehr als auch die Polizei zum Problem werden konnten. Ein weiteres Highlight war zu jener Zeit die Innenperspektive mit funktionalem Armaturenbrett. Fast zehn Jahre und sechs Teile später erfand sich die Serie neu und führte mit NfS: Underground erstmals eine offene Spielwelt ein. Das Design orientierte sich stark an der beliebten The Fast and the Furious-Filmreihe und umfangreiche Tuning-Optionen wurden ein zentraler Bestandteil des Spiels. Die Karriere wurde außerdem von einer Hintergrundgeschichte umrahmt, die durch diverse Renderfilme erzählt wurde. Einige Teile später wagte EA ein weiteres Experiment und ging mit Need for Speed: ProStreet wieder mehr in Richtung Realismus und echtem Motorsport. Dieses Konzept führte man zwar später mit Need for Speed: Shift 1 & 2 sogar noch weiter, veröffentlichte aber dennoch regelmäßig Ableger im klassischen Stil der Reihe. 2010 folgte dann das erste Need for Speed von Criterion Games, die zuvor durch die Burnout-Serie bekannt wurden. Unter ihrer Führung entstand ein Remake von Hot Pursuit, dem dritten Teil der Serie, das wieder auf Vollgas-Action mit Verfolgungsjagden setzte und gewisse Parallelen zu Burnout aufwies. Diese wurden im zwei Jahre später veröffentlichten Remake von Most Wanted sogar noch auffälliger, denn mit seiner offenen Spielwelt und den Action-betonten Rennen ähnelt es stark dem bis dahin letzten Teil der Serie, Burnout: Paradise. Inzwischen ist das neu gegründete Studio Ghost Games für die Need for Speed-Serie verantwortlich und die Frostbite-Engine (kommt auch bei Battlefield zum Einsatz) bildet die technische Grundlage neuer Teile.

Wie schon erwähnt, erschuf das Team von Criterion Games auch die Burnout-Serie, welche deutlich jünger ist als Need for Speed. Erst Ende 2001 veröffentlichten sie den ersten Teil für PS2, Gamecube sowie Xbox. Der Fokus auf Highspeed-Rennen inmitten von zivilem Straßenverkehr war auch im Erstling schon vorhanden, aber mit den nachfolgenden Titeln wurde die Mechanik noch deutlich ausgebaut. Der Kern aller Teile ist das Boost-System, bei dem ihr durch riskante Fahrmanöver wie knappes Überholen oder das Fahren im Gegenverkehr Nitro sammelt, das ihr schließlich auf Knopfdruck aktivieren könnt, um noch weiter zu beschleunigen. In Burnout 1 & 2 könnt ihr den Boost jedoch erst aktivieren, wenn er voll aufgeladen ist. Wenn ihr ihn dann ohne Unterbrechung leert und währenddessen riskant fahrt, füllt er sich wieder auf. Auf diese Weise könnt ihr mit geschicktem Fahren Boost-Ketten starten, die euch sehr lange mit Top-Speed fahren lassen. Teil 2 führte außerdem mit den Crash-Kreuzungen einen neuen Spielmodus ein, bei dem ihr an einer stark befahrenen Kreuzung einen möglichst zerstörerischen Unfall verursachen müsst, um eine hohe Punktzahl zu erreichen. Während die ersten beiden Titel schon ganz gut ankamen, gelang der richtige Durchbruch der Serie aber erst mit Burnout 3: Takedown. Hier führte Criterion mit den Takedowns ein weiteres Element ein, das heute fester Bestandteil der Serie ist. Abdrängen, rammen und schieben sind nun nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht, denn jeder Konkurrent, dem ihr zu einem Unfall verhelft, belohnt euch mit zusätzlichem Boost und in den Road Rage-Rennen gewinnt derjenige, der die meisten Gegner zerlegt hat. Burnout Revenge trieb dieses destruktive Konzept schließlich auf die Spitze, denn hier konntet ihr sogar den zivilen Verkehr (sofern er in eurer Fahrtrichtung unterwegs war) aus dem Weg räumen und bei Bedarf als Geschoss missbrauchen. Doch damit war die Evolution der Serie noch immer nicht beendet, denn 2008 folgte Burnout Paradise, das euch eine komplette Stadt samt ländlicher Umgebung als frei befahrbaren Spielplatz bot. Neben den großen Titeln gab es auch noch Ableger für die PSP und den Nintendo DS sowie den Download-Titel Burnout Crash!, der aus den Crash-Kreuzungen ein eigenes Spiel machte.

MotorStorm von Sony und Evolution Studios zählt zugleich zu den jüngsten und aktuell beliebtesten Serien im Arcade-Genre. Erst 2006 feierte die neue Marke der WRC-Macher ihren Einstand und wurde schnell zu einem der Aushängeschilder der PlayStation 3. Das rasante und sehr arcadige Rallyspiel mit zahlreichen Klassen und ansehnlichen Matscheffekten war so erfolgreich, dass noch in der gleichen Generation zwei weitere Titel erschienen und sogar die PSP und die alte PlayStation 2 mit einem eigenen Ableger bedacht wurden. Ähnlich den Burnout-Spielen gibt es auch hier ein Boost-System, welches die Rennen entscheidend beeinflusst. Wenn ihr das Nitro benutzt, dann erhitzt das euren Motor, sodass ein dauerhafter Einsatz unangenehme Folgen haben kann. Ein weiteres Merkmal sind die Offroad-Strecken selbst, die sich unter den Rädern der großen und kleinen Fahrzeuge immer wieder etwas veränderten. Große Trucks können zum Beispiel nach Sprüngen große Löcher hinterlassen, die dann den kleinen Jeeps und Motorrädern Probleme bereiten. Die Strecken sind außerdem mit zahlreichen Alternativrouten ausgestattet, die je nach Vehikel leichter oder schwerer zu meistern sind. In MotorStorm: Apocalypse, dem aktuell letzten Teil der Serie, finden sich die Fahrer in einem eher urbanen Setting wieder, das durch eine Naturkatastrophe zahlreiche Gefahren wie einstürzende Gebäude oder plötzlich aufreißende Schluchten birgt. Da Evolution Studios derzeit mit Driveclub beschäftigt sind, bleibt der Download-Titel MotorStorm RC wohl der vorerst letzte Teil der Serie.

Eine ganz eigene Mechanik bietet hingegen Project Gotham Racing, eine Serie, die einst auf dem glücklosen Dreamcast begann und in den ersten beiden Generationen der Xbox eines der Aushängeschilder von Microsoft war. Hier geht es um die sogenannten Kudos, ein Punktesystem, das euch für möglichst spektakuläres Fahren belohnt. Anders als in Burnout ist damit aber nicht die Gefährdung des Straßenverkehrs gemeint, sondern das stilvolle Sliden um Kurven, Sprünge und dergleichen. Die Events reichen dabei von klassischen Rennen, über Zeitrennen bis hin zu spezielleren Aufgaben wie Drift-Kursen. Diese finden zwar auf abgesperrten Strecken statt, aber die befinden sich wiederum in aufwändigen Nachbildungen echter Metropolen wie etwa London oder Tokyo. Neben dem interessanten Mix aus Arcade und Realismus überzeugte Project Gotham Racing von jeher mit seinen herausragenden Umgebungen und detaillierten Nobelkarossen. Leider liegt die Serie seit dem vierten Teil auf Eis und nach den durchwachsenen Verkaufszahlen von Blur und James Bond 007: Blood Stone wurde der Entwickler Bizarre Creations von Activision, die sie 2007 aufgekauft hatten, geschlossen.

Bei all den modernen Vertretern des Arcade-Genres darf man aber natürlich nicht die legendären Klassiker vergessen, die schon vor Jahrzehnten Pionierarbeit leisteten und dazu nicht zuletzt SEGAs Outrun-Serie. Schon 1986 entwickelte der Kult-Designer Yu Suzuki den ersten Teil, der zunächst in den Spielhallen seinen Platz fand und ein Jahr später mit dem Master System auch den Weg in die Wohnzimmer fand. In dem kurzweiligen Rennspiel müsst ihr unter strengem Zeitdruck einen roten Ferrari Testarossa Spider durch den Straßenverkehr manövrieren und am Ende jeder Stage eine von zwei Ausfahrten wählen, die euch in eine neue Gegend führt. Das Konzept erfreute sich so großer Beliebtheit, dass im Laufe der Jahre zahlreiche Nachfolger und auch Spin-Offs erschienen, die zum Teil das Gameplay stark veränderten. Erst 2003 kam mit OutRun 2 dann der Sprung in die dritte Dimension und auch den meisterte der Gute-Laune-Racer mit Bravur. Nach dem erweiterten OutRun 2006: Coast to Coast und späteren Ports für Xbox Live sowie das PSN wurde es jedoch wieder still um die Reihe. Das dürfte nicht zuletzt an den finanziellen Problemen und der Neuausrichtung SEGAs liegen, aber es ändert nichts an dem großen Einfluss der Serie auf das gesamte Rennspiel-Genre.

Ein ähnliches Schicksal erlitt auch SEGA Rally, das vor mehr als zwei Jahrzehnten Japans Spielhallen eroberte und anschließend auf dem SEGA Saturn weltweit für Aufsehen sorgte. Es war das erste ernstzunehmende Rally-Spiel, das auch verschiedene Bodenbeläge und ein entsprechendes Verhalten der Rennwagen bot. Das Handling ist aber dennoch der Inbegriff eines Arcade-Spiels und weit davon entfernt, realistisch zu sein. Im Vordergrund steht bei den rasanten Rennen gegen das Zeitlimit vor allem der Spielspaß und ein ebenso flottes wie anspruchsvolles Fahrverhalten, das auch erfahrene Spieler fordert. Nachdem die Serie zunächst nur auf den SEGA Konsolen und in Spielhallen zu haben war, versuchte SEGA 2007 mit einem eigens dafür gegründeten Studio die Marke auf Xbox 360, PS 3 und PC zu etablieren, aber die Verkäufe waren enttäuschend und das Studio wurde nach der Veröffentlichung wieder aufgelöst. Das letzte Lebenszeichen der einst so populären Rally-Serie gab es 2011, als SEGA einen Port von SEGA Rally 3 für Xbox Live und das PSN veröffentlichte. Dieser ist inzwischen aus unbekannten Gründen auch wieder aus den Stores entfernt worden.

Rennsimulationen:

Wenn von realistischen Rennspielen oder gar Rennsimulationen die Rede ist, dann denken die meisten Spieler sicherlich erst mal an Gran Turismo, das sich ja gerne selbst als „The Real Driving Simulator“ bezeichnet. Bereits 1998 trat die Serie von Sony und Polyphony Digital ihren weltweiten Siegeszug auf der PlayStation an und mittlerweile gibt es 6 Teile davon, wobei wir die unzähligen Mini-Erscheinungen und Spin-Offs da noch nicht mal mitzählen. Als es damals für die PSone erschien, war der Realismus, mit dem sich die Autos steuern ließen, unerreicht und der Umfang war mit 140 Fahrzeugen enorm. Inzwischen sind vor allem dieser Umfang an Fahrzeugen aller Art und deren Detailgrad zum Markenzeichen der Serie geworden. Eine ziemlich beschränkte KI, die wie an einer Kette gezogen über die Strecken brettert und eine oft etwas trocken wirkende Aufmachung zählen jedoch ebenfalls zu den Dingen, die man mit der Serie assoziiert. Nicht zuletzt durch die lange Entwicklungszeit des PlayStation 3 Debüts und neue Konkurrenz hat der Ruf des legendären Gran Turismo zuletzt etwas gelitten, aber gerade bei den echten Auto-Enthusiasten wird es wohl auch zukünftig um den Titel mitfahren.

Erst 2005, also ziemlich am Ende der Konsolengeneration, veröffentlichte Microsoft Forza Motorsport für die Xbox und legte damit den Grundstein für die Serie, die sich zum ärgsten Konkurrenten von Sonys Gran Turismo entwickeln sollte. Schon damals ließ Turn 10 Studios die virtuellen Muskeln spielen und zeigte, wie leistungsfähig die Xbox kurz vor ihrem Ende noch war und wie überlegen sie (zumindest technisch) ihrer Konkurrenz war. Obwohl die Anzahl der Fahrzeuge im Vergleich zum damals aktuellen GT 4 fast schon klein war, hatte es dem Platzhirsch einige Dinge voraus. Dazu gehörte neben der besseren KI und einem überragenden Online-Modus vor allem ein realistisches Schadensmodell, das in GT erst 5 Jahre später in rudimentärer Form Einzug hielt. Auf der Xbox 360 startete die Serie dann richtig durch und führte u.a. den Autovista-Modus ein, bei dem ihr euch selbst die kleinsten Teile der Autos genauer ansehen und den Kommentaren der TopGear-Hosts lauschen könnt. Für viele Spieler übernahm die Serie in dieser Zeit die Pole Position im Genre und diesem Anspruch wollen auch die Fortsetzungen auf der Xbox One gerecht werden. Obwohl die Serie schon immer etwas zugänglicher war als die Konkurrenz, hat man mit Forza Horizon inzwischen noch eine Spinoff-Serie entwickelt, die den Ernst der Rennstrecke gegen ein fröhliches Raser-Festival in einer offenen Spielwelt tauscht und damit das beste aus beiden Welten vereint.

Obwohl SEGA eher im Arcade-Bereich angesiedelt war, versuchten sie sich in der Dremcast-Ära ebenfalls an Rennsimulationen. So versuchten sie mit SEGA GT und dem Xbox-exklusiven Nachfolger einen Konkurrenten zu Sonys Gran Turismo aufzubauen. Trotz interessanter Ideen wie der Möglichkeit, aus Einzelteilen ein eigenes Auto zu bauen und einer guten Technik, scheiterte dieses Vorhaben jedoch an einer (zumindest im Erstling) überempfindlichen Steuerung und der Vormachtstellung Sonys. Mit F355 Challenge erschuf außerdem SEGAs Mastermind Yu Suzuki die bis dahin realistischste Umsetzung eines Sportwagens überhaupt. Obwohl das Spiel ursprünglich für die Spielhallen entwickelt wurde, ahmte es das Fahrverhalten und Aussehen eines echten F355 bis ins kleinste Detail nach, so dass es bis heute als eines der anspruchsvollsten Rennspiele gilt.

Ein ganz eigenes Sub-Genre der Rennsimulationen bilden die Formel 1 Spiele, die in den Neunzigern erstmals eine wirklich realistische Umsetzung der Königsklasse des Motorsports ermöglichten. Spiele wie Grand Prix 2 & 3 sowie Grand Prix Legends, Ubisofts F1 Racing Simulation und nicht zuletzt die Formula 1 Serie auf der PlayStation gelten heute als Wegbereiter dieser Nische, die aktuell nur noch von Codemasters bedient wird.

Codemasters startete 1997 auch die sehr erfolgreiche TOCA-Serie. Es erschien also im gleichen Jahr wie Gran Turismo und es setzte in ähnlichem Maße auf Realismus. Die Fahrzeugauswahl beschränkte sich zwar auf die britische Tourenwagenmeisterschaft, aber dafür bot man auch ein Schadensmodell und verschiedene Wetterbedingungen, die es zum Teil wie eine Mischung aus GT und Destruction Derby wirken lassen. Den richtigen Durchbruch feierte die Serie erst eine Generation später, als sie mit DTM Race Driver einen umfangreichen Karriere-Modus sowie Online-Rennen boten. Es war außerdem das erste klassische Rennspiel mit einer Story (obskure Japan-only Titel wie Squares Racing Lagoon zählen nicht), einem Feature, das die Need for Speed-Serie erst ein Jahr später mit NfS: Underground aufgriff. In der vergangenen Generation machte die Reihe mit GRID: Race Driver erneut einen Schritt nach vorn und bot erstmals die Möglichkeit, einen eigenen Rennstall aufzubauen. Inzwischen läuft die Serie daher unter dem Namen GRID weiter.

Durch den anhaltenden Boom der Indie-Szene finden sich inzwischen auch zahlreiche Hardcore-Simulationen, die von kleineren Studios vornehmlich für die Nische der Simulations-Fans entwickelt werden und daher auch meist nur für den PC erscheinen. Eines der prominentesten Beispiele ist hier Project Cars, das von Slightly Mad Studios entwickelt wird, die Jahre zuvor für EA das realistischere Spin-Off Need for Speed: Shift sowie dessen Nachfolger entwickelt hatten. Weniger bekannt, aber ebenfalls extrem auf Realismus getrimmt, ist Assetto Corsa vom italienischen Entwickler Kunos Simulazioni.

*Dieser Artikel befindet sich noch in Bearbeitung und wird in den kommenden Tagen regelmäßig erweitert.