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Der große Hype

Kaum eine Konsole wurde vor der Veröffentlichung derart gehypt wie die Nintendo Wii. Die neuartigen Bewegungscontroller versprachen ein Spielerlebnis, wie man es zuvor niemals erlebt hatte. Kein Wunder also, dass die Konsole direkt nach dem Verkaufsstart überall ausverkauft war.

Im Bundle befand sich neben der Konsole selbst und einem Controller das Spiel Wii Sports. Hier konnte man das Potential der Bewegungserkennung anhand von Golf, Boxen, Tennis, Baseball und das wohl beste von all diesen Spielen, Bowling, erahnen. Besondern beim Boxen konnte man feststellen, wie unausgereift die Bewegungserkennung zu diesem Zeitpunkt noch war; schnelle Bewegungen wurden selten korrekt erkannt, und besonders genau war das Ganze auch nicht. Später würde Nintendo hier mit der Wii MotionPlus nachbessern, einem Aufsatz für die Wiimote, welcher die Bewegungserkennung spürbar verbessert. Allerdings müssen die Spiele dieses Zusatzgerät unterstützen, ansonsten bringt es nichts.

Wii Konsole

 

Bonus-Features

Ebenfalls neu und von der Konkurrenz kopiert waren die sog. Miis. Das waren verniedlichte Spieleravatare, die man in manchen Spielen wie z.B. Wii Sports auch als Spielfiguren benutzen kann.

Obgleich die Wii von Haus aus Wi-Fi an Bord hat wurden die Onlinefähigkeiten nur begrenzt genutzt. Nur wenige Spiele weisen einen Onlinemodus auf, dieser ist dafür immerhin kostenlos.

Einen großen Geldregen dürfte Nintendo die Virtuial Console beschert haben: hier kann man sich Klassiker von alten Konsolen herunterladen und dann auf der Wii spielen, entweder mit der Wiimote, mit einem Gamecube Controller oder man kauft sich den Classic Controller, der aussieht wie ein SNES Pad mit 2 Analogsticks sowie zwei zusätzlichen Schultertasten und dem Homebutton, der einen jederzeit zurück ins Hauptmenü führt.

 

Wii Controller

 Wii Classic Controller

Technischer KO

Die Konsole besitzt keine HD Fähigkeiten, ein 480p Modus ist das höchste der Gefühle. Dieser ist nur über Komponente möglich und aufgrund der progressiven Bildwiedergabe sind manche der Klassiker hier von Haus aus nicht spielbar, zumindest auf bestimmten TV Geräten. Viele Titel hat Nintendo jedoch entsprechend geupdatet.

Enttäuschend ist, dass es sich bei den Titeln oft nur um Pal Versionen handelt, die wie schon zu ihrer Veröffentlichung über keinen 60Hz-Modus verfügen. In der Praxis heißt das dann, dass die Spiele aufgrund der niedrigeren PAL-Framerate (25 anstatt 29,97 Halbbilder pro Sekunde) deutlich langsamer laufen. Wer z.B. jemals die US Version von Streets of Rage 2 mit der EU Version verglichen hat, der kennt den traurigen Unterschied. Hier wäre es sicher nicht zu viel verlangt gewesen einen 60Hz Modus einzubauen, der dieses Problem erledigt hätte, insbesondere wenn man für einen Titel zwischen 5 und 12 Euro verlangt (8 im Falle von Streets of Rage 2). Manko Nummer 2 der Virtual Console ist das Fehlen der Earthbound Serie: trotz massiver Nachfrage seitens der Fans sind die Titel immer noch nicht verfügbar, und werden es wahrscheinlich aufgrund von Lizenzproblemen mit dem großartigen Soundtrack auch niemals sein. Das Fehlen der Earthbound Serie in der Virtual Console kann man mit einem Geschichtsbuch vergleichen, in dem man die gesamte Ära der 60er einfach weglässt.

Die Wii ist mit dem Gamecube kompatibel. Sowohl Memory Cards als auch Controller lassen sich problemlos anschließen. Schade: die Spielstände lassen sich tatsächlich nur auf einer Gamecube Memorycard speichern, nicht jedoch auf dem internen Speicher oder einer SD Card.

Ansonsten gibt es noch allerhand anderer banaler Kanäle, wie z.B. den Wetterkanal, den Nachrichtenkanal usw.

 

Casual wird geboren

Mit der Wii hat Nintendo eine neue Käuferschicht erschlossen, die sog. Casual Gamer, also Gelegenheitsspieler. Sie hat massiven Einfluss auf die Konkurrenz ausgeübt (Six Axis Controller bei Sony, Kinect bei Microsoft) allerdings konnten Hardcore Gamer sich nie so richtig mit der Wii anfreunden. Wenn überhaupt dann waren Wii Versionen im Vergleich zu den anderen Versionen stets grafisch stark abgespeckt, und die Bewegungssteuerung wirkte viel zu oft aufgesetzt, überflüssig und sogar störend.

Die Exklusivtitel hingegen rechtfertigen den Kauf auch heute noch: Super Mario Galaxy 1 und 2 dürften die beiden besten 3D Jump’n’Runs sein, die es bis zu diesem Zeitpunkt gibt, Zelda ist sowieso immer routiniert gut und auch die Metroid Prime Saga hat sowohl alte als auch neue Fans begeistert. Und für einen Geselligen Abend mit lauter Gelegenheitsspielern eignet sich wohl keine Konsole besser als die Wii. Na ja, inzwischen höchstens die Wii U.