Spellweaver

Spellweaver ist ein weiterer Vertreter der schier endlosen Welle an Card Games, die vor einigen Jahren mit dem Erfolg von Blizzards Hearthstone über uns hereingebrochen ist. Im Gegensatz zu so manchem Konkurrenz-Titel, versuchen die Entwickler bei Dream Reactor jedoch, mehr als nur einen simplen Klon abzuliefern. Das ist ihnen zweifellos gelungen, aber wie so oft, gibt es auch hier wieder Licht und Schatten.

Wer sich im Genre der (Trading) Card Games etwas auskennt, der dürfte sich in Spellweaver recht schnell heimisch fühlen, denn auf den ersten Blick dürften euch nur wenige Unterschiede auffallen. Sowohl das Design der Karten als auch die grundlegenden Mechaniken orientieren sich an den üblichen Genre-Standards, aber bei genauerer Betrachtung fallen einige Elemente auf, die das Spiel interessanter und zugleich zugänglicher machen sollen. Es positioniert sich irgendwo zwischen den beiden Großen Titeln des Genres. Dabei ist es nicht ganz so flott und zugänglich wie Hearthstone, aber eben auch nicht so überladen und kompliziert wie Magic: The Gathering.

Zwischen Hearthstone und Magic

Wie üblich, bauen sich Spieler ein individuelles Deck aus Karten zusammen und treten dann in einem Duell gegeneinander an. Die Karten repräsentieren Zaubersprüche, diverse Gegenstände und vor allem Kreaturen. Darüber hinaus sind die Karten kann man die Karten grob in zwei Kategorien einteilen: Angriffskarten und Support-Karten. Erstere dienen dem direkten Angriff auf die Karten des Gegners und können auf unterschiedlichste Weise (physischen Schaden, Element-Schaden etc.) Schaden anrichten. Die Support-Karten sind hingegen dafür da, eure eigenen Karten zu stärken oder eurem Gegenüber den Einsatz der eigenen Karten zu erschweren.

Die Spieler ziehen abwechselnd ihre Karten und versuchen, die Lebensenergie des Gegners zu leeren. Je nach Stärke der Karte wird dabei eine bestimmte Menge an Energie verbraucht, was für eure Taktik ebenfalls eine Rolle spielt. Die Energie, auch Mana genannt, ist universell einsetzbar, aber davon abgesehen gibt es bei jeder Karte auch noch individuelle Voraussetzungen zu beachten, nämlich den Level. Der ist wiederum an ein bestimmtes Element gekoppelt, das ihr nur mit einem passenden Schrein verbessern könnt. Obendrein gibt es auch noch die Heldenfähigkeiten, welche unter Umständen den Verlauf einer Partie entscheidend beeinflussen können. Dies können zum Beispiel zusätzliche Effekte oder verringerte Manakosten sein. Ihr erhaltet die Fähigkeiten entweder durch die speziellen Schrein-Karten oder eine entsprechende Helden-Karte des Decks. Auch die Helden sind an Elemente gekoppelt, was ihre Effektivität je nach Deckzusammenstellung besser oder schlechter macht.

Quests und die Jagd nach Booster Packs

Die Karten erhaltet ihr vornehmlich aus sogenannten „Booster Packs“, die aus mehr oder weniger zufällig zusammengewürfelten Karten bestehen. Die Chance auf wirklich seltene und besonders starke Karten ist dabei natürlich relativ gering, was nicht zuletzt damit zusammenhängt, dass Spellweaver Free-to-Play ist und mit eben jenen Packs sein Geld verdienen muss. Wer kein Geld investieren will, der muss somit viel Zeit mitbringen, um ein echtes Sitzen-Deck zu bekommen.

Optisch kann sich Speelweaver durchaus sehen lassen und überzeugt mit schönen Artworks und guten Animationen, die dem Spielfluss nicht weiter schaden. Auch das Interface ist durchdacht und überträgt das Kartenspiel ansprechend in die digitale Welt. Leider hat man die Gelegenheit verpasst, dem Spiel auch eine Kampagne zu spendieren und beschränkt sich stattdessen auf einfache Duelle mit Menschen oder der KI, ganz ohne narratives Beiwerk. Lediglich ein einfaches Quest System gibt zusätzliche Anreize, die über die bloße Jagd nach Siegen und Karten hinausgehen.


Tags: Trading-Cards

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