Verbraucherzentrale verklagt Valve

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) verklagt Valve und deren Onlineplattform Steam. Sie fordern, dass digitale Güter genauso wie physische Gebrauchsgüter weiterverkauft werden dürfen.

Wenn man auf Steam ein Spiel kauft dann ist dieses an den Account des jeweiligen Nutzers gebunden. Die Einzige Ausnahme ist wenn man das Spiel als ein Geschenk kauft, dann darf das erworbene Produkt weiter gereicht werden. Allerdings hat man keine Möglichkeit es selbst zu benutzen. Außerdem kann ein Geschenk nachdem man es akzeptiert und geöffnet hat nicht weiter gereicht werden sondern ist ebenfalls an den Account gebunden.

Manche Leute sind jetzt der Meinung, dass dies nicht so ist wie es sein sollte, insbesondere nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 3. Juli 2012. Dort wurde festgelegt dass es eine Möglichkeit geben sollte, benutzte Software weiter zu verkaufen, Für den vzbv ist das Grund genug gegen Valve Klage einzureichen. Wenn sie Erfolg haben dann würden sicherlich andere Plattformen folgen, wie z.B. Origin, der Microsoft Marktplatz, das Playstation Network, Nintendo Online Store und selbst Gog.

Obwohl das Ganze für die Spieler natürlich super wäre sollte man auch bedenken dass das deutlich weniger Profit für die Videospieleindustrie bedeutet. Selbst wenn sie eine Gebühr für Weiterverkäufe erheben würden so wäre die Gewinnmage natürlich deutlich niedriger als wenn die Leute ein Spiel zum vollen Preis neu erwerben. Wenn man sich die roten Zahlen von EA und Nintendo oder gar das Schicksal von THQ anschaut dann dürfte das im Endeffekt auch nicht im Sinne der Spieler sein wenn die Großen der Industrie alle pleite machen.

Anderseits, wenn sich ein Modell erarbeiten ließe dass die Verkäufe weiter antreibt dann sähe das natürlich schon wieder ganz anders aus.