Square Enix präsentiert Project Flare

Square Enix arbeitet an einer neuen Cloud-Technologie und will damit die technischen Grenzen bisheriger Spiele sprengen.

Update: Wir haben hier noch ein kleines Bild für euch, das die Größe dieser Spielwelt verdeutlicht. Ein Leser auf Facebook hat gefragt, ob man sich die Größe von Arma 3 unter der Größe von Project Flare vorstellen könne. Nun, seht selbst. Arma 3 erreicht ganz nebenbei bemerkt noch nicht einmal die Größe von Panau in Just Cause 2.

Und noch eine kleine Anmerkung: das Video da unten mit dem nervigen Autoplay entspricht nicht der im Artikel genannten Präsentation. Diese fand, wie erwähnt, komplett hinter verschlossenen Türen statt. Aber man munkelt, dass jene die dabei waren bereits jetzt nicht mehr zwischen Realität und Spielwelt unterscheiden können. Für die entsprechende Behandlung wird demnächst ein Spendenkonto eingerichtet ;-)

 

Die Größe von Spielwelten im Vergleich

 

Originalmeldung: Auch wenn auf der E3 weit und breit nichts von Final Fantasy XV oder dem von Fans erhofften Remake des siebten Teils zu sehen war, hatte Square Enix am Ende doch noch eine echte Überraschung nach LA gebracht. Hinter verschlossenen Türen zeigte der japanische Publisher Flare, eine Cloud-Technologie, die das Potential hat, die technischen Grenzen aktueller Spiele zu sprengen. Während bei Microsoft schon seit der Enthüllung der Xbox One immer mal wieder der Begriff Cloud-Computing fällt, aber im Grunde bis heute nichts wirklich Konkretes zu sehen ist, - das KI Feature von Forza Motorsport 5 war gut, aber eben kein Game Changer – kann Square Enix bereits zwei beeindruckende Demos vorweisen.

Eigentlich enthüllte Square Enix sein neues Projekt bereits im November, doch damals zeigte man nur eine kurze Physik Demo. In Deus Ex: Human Revolution baute man unzählige Türme aus Kisten auf und die wurden dann physikalisch korrekt von einem Mech umgestoßen. Nett, aber eben noch nicht beeindruckend. Inzwischen ist viel Zeit vergangen und das Projekt hat große Fortschritte gemacht, die man nun auf der E3 den potentiellen Investoren und Entwicklern vorgeführt hat.

In der neuen Demo sieht man eine riesige und von dichtem Wald bedeckte Welt. Laut Square hat die gesamte Welt eine Größe von 32 km x 32 km und damit ist sie mal eben die etwa 17-fache Größe von Bethesdas Mammut-RPG The Elder Scrolls V: Skyrim. Doch das ist noch nicht mal die Besonderheit dieser Demo. Durch die Cloud-Technologie ist diese Spielwelt völlig frei begehbar. Sie ist dabei weder in verschiedene Bereiche unterteilt noch wird sie gestreamt. Die komplette Welt mit ihren mehr als 600.000 Bäumen, unzähligen Tierherden und vollen Details wird ohne Tricksereien in Echtzeit berechnet. Dadurch gibt es weder pop-in noch Einschränkungen bei der Weitsicht oder reduzierte Details bei weit entfernten Objekten. Theoretisch lassen sich auf diese Weise also unendlich große Spielwelten kreieren, ohne dabei Abstriche bei der Grafikqualität zu machen.

Diese neue Demo ist natürlich noch weit davon entfernt, ein Spiel zu sein, aber sie wurde von nur zwei Programmierern und einem Grafiker in rund 6 Monaten erschaffen und zeigt bereits sehr gut, welches Potential in der Cloud-Technologie steckt. Noch in diesem Jahr will Square Enix Spiele ankündigen, welche diese neue Technik nutzen. Spätestens dann dürfte sich also zeigen, wie gut die Technik wirklich ist.

 

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