PS Vita Slim Vergleich und Releasetermin

Sony hat einen Release Datum für die neue PS Vita Slim in Deutschland bekannt gegeben. Am 13. Juni 2014 ist es soweit. Wir vergleichen das neue mit dem alten Modell.

Bei Handhelds und mittlerweile auch bei den großen Konsolen ist es mittlerweile Tradition. Einige Zeit nach dem ursprünglichen Release wirft man eine überarbeitete Version des Gerätes auf den Markt, die dann einige Verbesserungen mitbringen soll. Kompaktere Bauweisen ermöglichen so oftmals eine bessere Energieeffizienz, allerdings rechtfertigen die Verbesserungen nur selten eine komplette Neuanschaffung.

In Japan ist die PS Vita Slim schon am 10.10.2013 veröffentlicht worden, wobei anzumerken ist, dass die PS Vita Slim auch auf den Namen PS Vita 2000 oder auch PS Vita der PCH 2000er Serie hört. Seit dem 7. Februar ist die PS Vita Slim im Vereinigten Königreich zu haben, höchste Zeit also, dass wir auch mal einen Blick drauf werfen.

Rein äußerlich ist die PS Vita Slim etwas schmaler und leichter geworden. Statt 19 Millimeter hat die PS Vita Slim nur noch eine Bauhöhe von 15 Millimetern – immerhin! Das sieht deutlich schicker aus! Vom Gewicht her sind von den ursprünglichen 279 Gramm nur noch 217 Gramm übrig geblieben, was bedeutet dass die PS Vita Slim beinahe 23% abgespeckt hat. Zum Vergleich: ein iPhone 4S bringt auch immerhin stolze 140 Gramm auf die Waage, wobei der Vergleich mit dem neusten iPhone Modell 5S und seinen mageren 112 Gramm dann doch nicht mehr ganz so rosig aussieht.

Dennoch: Formfaktor und Gewicht gehen absolut in Ordnung, die PS Vita Slim liegt gut in der Hand und fühlt sich leicht an. Immerhin hat der alte graue GameBoy von Nintendo ebenfalls 220 Gramm gewogen, man kann bei diesem Gewicht also von Handheld Tradition sprechen.

Was natürlich hauptsächlich zählt sind die Inneren Werte, und da hat sich bei der PS Vita Slim einiges getan. Die PS Vita Slim bringt einen internen Flash Speicher von immerhin 1 GB mit, für mehr Platz sorgen dann. Hier kann man mit einem bisschen Glück um die 40€ für 16 GB veranschlagen, also durchaus eine weitere saftige Investition. Sony liebt halt seine eigenen Formate...

Die PS Vita Slim ist Energieeffizienter. Der Akku der alten Vita hielt um die 4 Stunden, jetzt kommt man immerhin auf um die 6 Stunden. Das ist zwar immer noch keine so tolle Zeit, aber heutzutage durchaus leicht über dem Standard. Die Konkurrenz bei Nintendo bringt es mit dem 3DS auf höchstens 5 Stunden, nur mal so am Rande bemerkt. Und ein modernes Tablet wie beispielsweise das Asus Nexus 7 (2013) hält bei voller Benutzung auch nur um die 7 Stunden.

Die WLAN Antenne der PS Vita Slim scheint auch ein Upgrade gekriegt zu haben. Im Test messen wir die 10fache Geschwindigkeit im Vergleich zum Original. Unsere Spitzenwerte beim Herunterladen auf der alten PS Vita hat nciht einmal die 3 MB / Sek gekratzt, bei der PS Vita Slim haben wir grandioserweise sogar bis zu 30 MB / Sek gehabt. Wahnsinn!

Zum Schluss kommen wir zu der wohl wichtigsten Änderung: dem Bildschirm. Die Auflösung des 12 cm Multitouchscreens ist mit 960 x 544 Pixeln identisch geblieben. Dadurch ergibt sich nach wie vor eine Pixeldichte von 220 PPI. Zu Vergleich: die neuen iPhones bis runter zum iPhone 4S übertreffen diesen Wert deutlich mit 326 PPI. Wenn man sich allerdings an die PSP mit ihren 128,3 PPI zurück erinnert, oder gar zum 3DS XL mit gerade mal 96 PPI rüber schaut, dann ist dieser Wert mehr als ausreichend für ein halbwegs scharfes Bild.

Statt OLEDs verbaut man in der PS Vita Slim eine LCD Bildschirm. Zwar leidet das Kontrastverhältnis dadurch ein wenig, allerdings ohne dabei wirklich schlecht abzuschneiden. Aus 5050:1 wird 1168:1.

Was bleibt also abschließend zu sagen? Braucht man die PS Vita Slim wenn man bereits eine normale PS Vita hat? –Auf keinen Fall.

Wenn man sich eine PS Vita zulegen will, zu welchem Modell sollte man dann greifen? Nun, ehrlich gesagt ist es relativ egal. Größter Vorteil ist sicherlich die längere Akkulaufzeit, aber wenn einem 4 Stunden reichen, dann kann man im Grunde auch zur alten Version greifen. Eine Speicherkarte ist ja in den meisten Bundles beigelegt, d.h. der 1 GB interne Speicher ist somit auch ausgeglichen. Wobei es natürlich schon schön ist, immer alle Spielstände direkt im Gerät parat zu haben, zumindest falls man mit mehreren Speicherkarten herumhantiert.

Vom Bildschirm her hat uns die alte Version ehrlich gesagt sogar etwas besser gefallen, wobei der Unterschied nicht wirklich gravierend ist und beide Geräte gegen moderne Smartphones ziemlich abstinken. Dennoch ist es eine nette kleine Konsole für die Hosentasche, obgleich wir nicht kommen sehen dass Sony jemals an der Vorherrschaft von Nintendo im Handheld Markt rütteln wird.