Nordic Games wird zu THQ

Der Publisher Nordic Games hat die Namensrechte von THQ übernommen und will zukünftig unter diesem Label veröffentlichen.

Als THQ unterging und die verschiedenen Marken des Publishers unter den Hammer kamen, sorgten Nordic Games für eine große Überraschung. Der junge Publisher aus Österreich (ein Tochterunternehmen eines skandinavischen Konzerns) sicherte sich beliebte Marken wie Darksiders, Red Faction und MX vs ATV. Finanziell kann Nordic Games also durchaus mit den großen Fischen der Branche mithalten, aber die Reaktionen von Spielern und Presse machten eines klar: niemand kennt Nordic Games.

Das Unternehmen wurde 2011 gegründet und schon kurz darauf übernahm man verschiedene Marken von JoWood (u.a. SpellForce und Aquanox) und DreamCatcher (u.a. Painkiller). Leider hat man aus diesen Übernahmen jedoch bislang noch nicht viel gemacht und das dürfte wohl auch der Grund dafür sein, dass der Name Nordic Games noch immer weitgehend unbekannt ist. Mit einem Trick will man dieses Problem nun aber endlich aus der Welt schaffen. Wie u.a. Polygon berichtet, hat man jetzt auch Namensrechte von THQ Entertainment gekauft und somit kann man auf dem mühevollen Weg der Markenbildung einfach eine Abkürzung nehmen. Zukünftig will man also seine bekannten Marken nicht mehr als Nordic Games, sondern als THQ veröffentlichen.

Prinzipiell ist das sicher ein cleverer Schachzug, so manch abergläubischer Spieler würde jedoch sicher davon abraten, denn in der Vergangenheit hat sich solch eine Namensänderung fast schon als Fluch herausgestellt. Schon Anfang 2001 begann der französische Publisher Infogrames (Alone in the DARK) damit, Spiele unter dem Label von Atari zu veröffentlichen, die man zuvor übernommen hatte. Im Jahr 2009 wechselte man dann komplett den Namen und war nur noch als ATARI tätig. Doch Erfolg brachte ihnen der Wechsel nicht, denn genau wie einst das mächtige ATARI ging es von da an nur noch dem Untergang entgegen, so dass man im Januar 2013 endgültig bankrott war.

Hoffen wir also, dass die neuen Besitzer von Darksiders und Co. nicht ein ähnliches Schicksal ereilen wird.