My Fantastic Park

Bei My Fantastic Park handelt es sich um eine Freizeitpark-Simulation von Upjers.

Review

Erbauliches Gameplay und Jahrmarkt-Nostalgie

Mit My Fantastic Park erweitert Entwickler und Publisher Upjers sein Angebot an kostenlosen Browsergames um einen farbenfrohen Mix aus Aufbau und Management. Hier darf der Spieler seine Vision vom ultimativen Freizeitpark aufs isometrische Spielfeld bringen und testen, was Mitspieler aus aller Welt und die virtuelle Besucherschar von seiner Kreation halten.

Beim Einstieg in das Freizeit-Park Geschäft stärkt euch Investorin Ilona Wuppermann den Rücken; sie kennt sich nicht nur mit dem Business aus und stellt das Gelände zur Verfügung, sondern ist sich auch sicher: "Die Leute wollen einen neuen Park". Ein Selbstläufer also. Ilona berät euch allerdings aus dem Hintergrund, die Verantwortung für Erfolg oder Pleite liegt also bei euch.

Euer Park ist zunächst mal ein freies Gelände, eine in Zellen aufgeteilte Rasenfläche, die je nach Zustand des Untergrunds Platz für mehr oder weniger große Attraktionen bietet. Manchmal müssen Felsen, Wurzeln oder Bäume weichen, um die nötige Grundfläche für das Bauvorhaben bereitzustellen. Dabei werden oft nützliche Rohstoffe zutage gefördert, die ihr für viele der Spielaktionen verwenden könnt.

Eine Leiste am unteren Bildrand beherbergt alle Attraktionen die bereits stehen oder gebaut werden können. Anfangs sind das Sandwege, auf denen sich Besucher von einer Attraktion zur anderen bewegen und eine kleine Attraktion, wie die Losbude. Sie passt gut neben die schon vorhandene Dosenwerfbude und kann in wenigen Minuten errichtet werden. Herrscht zu Spielbeginn noch Jahrmarktsniveau mit Hau-den-Lukas und Puppentheater, kommen später die etwas größeren Fahrgeschäfte hinzu und schließlich die Riesenattraktionen. Jede Neueröffnung ist ein Ereignis, entsprechend entlohnt euch das Game mit Erfahrungspunkten.


Ein Traum nimmt Gestalt an

My Fantastic Park ist keine knallharte Wirtschaftssimulation, sondern ein Freizeit-Manager mit Gewicht auf das Planen und Erweitern des eigenen Parks. Eine ganze Reihe von Indikatoren helfen dem Spieler dabei, sich zu orientieren und die Anlagen optimal zu betreiben. Es gibt viel zu tun, aber der Anspruch fällt moderat aus. Hier steht die Chance im Vordergrund, einen Kindheitstraum auszuleben und den ultimativen Freizeitpark genau so zu gestalten, wie er in eurem Kopf schon immer ausgesehen hat.

Dafür stellt My Fantastic Park im Verlauf des Spiels alle nur vorstellbaren Fahrgeschäfte zur Verfügung. Jedes zeichnet sich durch einen allgemeinen Spaßfaktor aus. Über ihn lässt sich die Anziehungskraft des Fahrgeschäfts auf die Besucher einschätzen. Selbst kleine Buden haben noch Aussicht auf Upgrades, die ihren Spaßfaktor in die Höhe treiben. Die sind keine Zahlenschiebereien, sondern machen sich auch durch optische Veränderungen der Attraktion bemerkbar.

Ergänzt werden die kleinen, großen und riesigen Attraktionen aber durch das ganze Drumherum eines vollwertigen Freizeitparks. Bänke, Imbissbuden und Toilettenhäuschen sind weniger spektakulär als eine Geisterbahn oder ein Free-Fall-Tower, aber ihr Fehlen wird euren Gästen auf die Stimmung schlagen.


Adrenalinrausch an der Losbude

Eure Besucher sind übrigens keine Masse gleichartiger Adrenalinjunkies, vielmehr setzt sich der Besucherstrom aus verschiedenen Gruppen zusammen, bei denen das gleiche Angebot unterschiedlich gut ankommt. Senioren zum Beispiel lieben die Losbude, das Aufreißen eines Papierchen mit Aussicht auf Kleingewinne bietet ihnen reichlich Nervenkitzel. Auch Kinder und die mittlere Altersgruppe zeichnen sich im Spiel durch ihr eigenes Spaßprofil aus, aber nur beim mittleren Alter wird zwischen Frauen und Männern unterschieden. Mit einem Mix aus unterschiedlichen Attraktionen und Deko lockt man ein ausgewogenes Publikum in den Park.

Als Park-Direktor habt ihr das Talent, den Besuchern ihre Wünsche von den Lippen abzulesen. Eine Denkblase über ihren Köpfen zeigt, worauf sie gerade Lust haben. Es lohnt sich auf Besucherwünsche einzugehen und auf ausreichend Toiletten, Verpflegung, Mülleimer, Einkaufsmöglichkeiten und Dekoration zu achten. Der Park hat in seiner Gesamtheit eine Anziehungskraft. Wenn ihr es versäumt, ihn sauber zu halten, eure Ladenregale zu bestücken, eure Fahrgeschäfte fachgerecht zu warten oder eure Grünanlagen zu bewässern, nimmt der Freizeitspaß für die Besucher Schaden und die Umsätze brechen ein. Um solche Mankos dauerhaft zu vermeiden, steht euch das Anheuern von Mitarbeitern offen - die kümmern sich fortan um Verkäufe, ums Gießen oder das Recycling.


Meilensteine eines Visionärs

Park-Dollar sind die Basis-Währung, My Fantastic Park verlangt euch für Gebäude aber noch vier besondere Ressourcen ab. 'Material' alleine reicht nicht aus, ein Parkbetreiber braucht Vision und Know-how. Bauen ist also immer auch eine Frage von 'Technik' und 'Ideen', und damit euer Park nicht zu steril ausfällt, auch von lebendiger 'Natur'. Die Premiumwährung sind Diamanten, die man gegen Echtgeld erwirbt und wahlweise durch den Umtausch zu Park-Dollar, den Kauf zusätzlicher Rohstoffe oder temporäre Boni auf Fahrgeschäfte ins Spiel bringt.

Neue Gebäude kauft ihr im Park-Shop. Hier werden parallel zu den Rohstoffen vier Kategorien von Bauwerken angeboten. Neben den material- und technikaufwendigen Attraktionen, also den Fahrgeschäften, findet ihr hier auch unterschiedlich pompöse Gehwege, allerlei Buden, Stände und Automaten sowie eine ganze Reihe von Dekorationen, für die ihr eure Natur-Ressource verbraten dürft. In diese Kategorie fallen die verschiedenen Blumen und Bäume, aber auch Unbelebtes wie Parkbänke und Zäune. Mit jedem Levelaufstieg werden ein paar Freizeitpark-Zubehör-Lieferanten mehr auf euch aufmerksam und bieten euch neue Items im Shop für Parkbetreiber an.

Mit über 200 Achievements feiert das Spiel kleine Meilensteine auf dem Weg zum Traumpark, zum Beispiel runde Summen an Attraktionen, Upgrades, Mitarbeitern und Besuchern. My Fantastic Park vergibt Rohstoff- und Erfahrungsprämien.


Ein Abstecher in den Nachbar-Park

Wer in My Fantastic Park weiter kommen will, muss Zeit investieren, denn jede Bau- oder Räumaktion bringt eine Warteschleife mit sich. Da es gerade später im Spiel aber immer eine Ecke im Park gibt, an der noch etwas zu feilen ist, bügelt sich dieses Phänomen im allgemeinen Spielbetrieb etwas aus. Fallen doch mal Pausen an, schaut man einfach mal im Park von Freunden nach dem Rechten und gießt dort für kleine Prämien Blumen oder leert Mülleimer. Wenn einem die Ideen ausgehen, kann sich der befreundete Mitspieler dann mit einem Geschenk-Paket voller Ideen revanchieren - vorausgesetzt beide haben Transportstationen gebaut. Spezielle Freundesaufgaben stehen Mitspielern immer offen, sie kann man zusätzlich zu der allgemeinen Questreihe in Angriff nehmen. Bis zu 10 Freunde kann der reguläre Spieler in seine Liste aufnehmen. Gestaltung und Planung sind ein wesentlicher Aspekt des Spielgefühls, die der Entwickler mit den sozialen Funktionen noch fördert. Ein Blick über die Schulter des befreundeten Park-Direktors offenbart oft fantasievolle Arrangements oder gibt einen Ausblick auf Attraktionen, die bei einem Selbst noch ausstehen.