Hurtworld

Während die Standalone-Version von DayZ auch nach zwei Jahren noch weit davon entfernt ist, den Early Access zu verlassen und zunehmend an Fans verliert, ist auch der Hype um das Survival-Genre insgesamt etwas abgeflaut. Obwohl Titel wie Rust oder auch ARK: Survival Evolved noch immer ganz gut laufen, sind die ganz großen (und anhaltenden) Erfolge im zunehmend dichter werdenden Dickicht des Survivals immer schwerer zu finden. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, wittern andere Entwickler ihre große Chance. Dazu zählen auch die Bankroll Studios, die nun mit ihrem Titel Hurtworld in den Early Access gestartet sind und dort bereits für einiges Aufsehen gesorgt haben.

Der direkte Konkurrent ist dabei wohl Rust, mit dem es so manche Gemeinsamkeit aufweist. Ihr erwacht allein und völlig nackt am Rand der umfangreichen Spielwelt und müsst euch selbst überlegen, wie ihr in der Welt überleben und was ihr erreichen wollt. Zu Beginn sucht ihr euch, wie so oft, erst mal simple Materialien wie Zweige, Holz und Steine, aus denen ihr dann einfache Werkzeuge bastelt. Damit lassen sich wiederum größere Tiere erlegen, bessere Materialien besorgen und somit schlussendlich auch komplexere Dinge erschaffen. Irgendwann habt ihr auf diese Weise schließlich eine erste Behausung aufgebaut und euch mit Waffen sowie Maschinen ausgestattet. Während ihr Ressourcen sucht und euch ein Heim baut müsst ihr aber natürlich auch stets darauf achten, dass euch kein anderer Spieler in die Quere kommt, denn beim Überlebenskampf haben viele Spieler wenig Mitleid. Diesen Kreislauf aus sammeln, bauen und kämpfen kennt man schon aus Minecraft sowie all den anderen Sandbox-Survival-Spielen und Hurtworld wagt an dieser Stelle keine großen Experimente.

Auch sonst machen die Entwickler noch keine großen Versuche, sich spielerisch großartig von der Masse abzuheben, aber das kann sich in Zukunft ja durchaus noch ändern und im Early Access ist es ja auch wichtig, zunächst eine gute Basis zu schaffen. Das ist Hurtworld auch durchaus gelungen, denn im Kern funktioniert das meiste bereits ganz ordentlich. Zugegeben, das Interface bzw. die Menüführung wirken noch sehr wie Platzhalter, aber der Abbau von Ressourcen ist ganz gut umgesetzt und darum gibt es auch ein kleines Gefühl der Befriedigung, wenn ihr beispielsweise Bäume gefällt habt.

Dank diverser Tiere fühlt sich die Spielwelt auch nicht so leer und leblos an, wie es bei manch anderem Early Access Titel dieser Art der Fall ist. Durch viele Objekte, Materialien und verschiedene Landschaften gibt es außerdem auch schon einiges zu tun. Zudem ist das Spiel relativ klar aufgebaut, so dass ihr deutlich schneller wisst, was ihr tun könnt und was ihr unbedingt tun solltet. Viele Sandbox- und Survival-Spiele haben das Problem, dass sie den Spieler mit Features und Funktionen überladen und sie nicht klar genug ins Spiel integrieren. Hurtworld ist dagegen meist recht zugänglich, wie es sonst wohl nur Rust ist.

Herausragend ist bislang eigentlich nur die Grafik von Hurtworld, die mit ihrem Comic-Stil, den hellen Farben und den schnörkellosen Objekten an Titel wie Team Fortress 2 oder GRAV erinnert. Insbesondere bei den Animationen kann man bereits viel Liebe zum Detail erkennen, was die Welt noch ansprechender wirken lässt. Das allein wird sicher nicht reichen, um es zu einem Geheimtipp im Survival-Genre zu machen, aber man darf gespannt sein, was die Entwickler aus dem Spiel noch machen.


Tipps

Hurtworld Guide: Tipps zu Nahrung, Tieren, Waffen, Ressourcen uvm.

In unserem Guide zu Hurtworld finden Anfänger wissenswertes zu Nahrung, Tieren, den Waffen, dem Crafting und den Ressourcen sowie weiteren Themen.

18.03.2016 um 16:48 Uhr

Tags: Survival

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