Forge of Empires Review

Eine ausführliche Review unseres Teams über Forge of Empire. Was erwartet uns in dieses Aufbau-Strategie Titel von Innogames?

Review

Es war einmal vor langer Zeit...

Im Strategiespiel Forge of Empires ist es eure Aufgabe, eine Siedlung von der Steinzeit bis ins Mittelalter zu führen. Dazu macht ihr aus der kleinen Ansammlung von Hütten schnell eine ansehnliche Stadt, erforscht Technologien, stellt eine Armee auf und weitet euer Einflussgebiet immer weiter aus.
 
Alles beginnt in der Steinzeit: Wenn ihr das erste Mal eure Siedlung betretet, findet ihr dort nur euer Hauptgebäude und einige schiefe Hütten vor. Damit sich das schnell ändert, beginnt ihr damit, neue Technologien zu erforschen und bessere Gebäude zu errichten. Bald wohnt eure Bevölkerung nicht mir in Hütten aus Knochen und Tierhäuten, sondern in Pfahlbauten oder strohbedeckten Häusern, die deutlich mehr Platz bieten. Das ist allein schon deshalb wichtig, weil ihr für alle Produktions- und Militärgebäude Arbeitskräfte braucht. Ist die Zahl der unbeschäftigten Einwohner zu niedrig, könnt ihr keine neuen Gebäude errichten.
 
Wie in vielen anderen Spielen gibt es auch in Forge of Empires Ressourcen, mit denen ihr neue Gebäude, Technologien und Truppen bezahlt: Goldmünzen, die ihr als Steuer von euren Einwohnern kassiert und Vorräte, die in Produktionsgebäuden erwirtschaftet werden. Außerdem braucht ihr noch eine ausreichende Zahl an Arbeitskräften, da ihr nur dann neue Gebäude errichten könnt, wenn ihr genug unbeschäftigte Bevölkerung habt. Die Einwohner eurer Siedlung haben auch ein Bedürfnis nach Zufriedenheit, das ihr durch den Bau kultureller Gebäude oder Dekorationen befriedigen könnt. Sinkt die Zufriedenheit unter einen bestimmten Wert, leidet die Produktivität aller Gebäude, was für euch eine niedrigere Gold- und Vorratsausbeute bedeutet. Im schlimmsten Fall verweigern eure Untertanen sogar den Bau neuer Gebäude, sodass ihr immer für genug Zufriedenheit sorgen solltet.
 
Jedes Gebäude, egal ob es Vorräte oder Güter wie Wein, Holz oder Eisen produziert, bietet euch verschiedene Produktionszyklen an. Nach Ablauf dieses Zeitraums müsst ihr die Waren und Güter durch einen Klick abholen. Tut ihr dies nicht, lauft ihr Gefahr, dass eure Vorräte verderben. Damit erfordert die Produktion eurer Ressourcen ein klein wenig Planung und Finesse.

Baumeister & Forschung

Eure Gebäude dürft ihr selbst auf einem Gitternetz platzieren, dass euer Dorf in einzelne Segmente unterteilt. Der zur Verfügung stehende Bauplatz ist aber begrenzt und wird erst durch neue Forschungen und Eroberungen erweitert; und auch dann nur gegen die Zahlung eines immer weiter steigenden Goldpreises. Nicht zuletzt deshalb müsst ihr genau abwägen, welche Gebäude ihr errichtet; außerdem solltet ihr veraltete und damit überflüssige Bauten wieder verkaufen.
 
Jedes Gebäude muss über ein Weg an das Hauptgebäude angeschlossen sein, um es nutzen zu können. Da sich die Gebäude nicht drehen lassen und nicht alle Gebäude dieselbe Grundfläche haben, ist eine der Herausforderungen in Forge of Empires, die optimale Anordnung der eigenen Gebäude zu finden. Dazu dürft ihr alle bereits errichteten Gebäude beliebig oft versetzen und so lange puzzeln, bis ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid.
 
Forge of Empires verfügt über einen komplexen und verzweigten Forschungsbaum, der es euch erlaubt zahlreiche Technologien zu erforschen und so in immer neue Epochen vorzustoßen. Jedes Forschungsvorhaben kostet eine bestimmte Anzahl an sogenannten Forge-Punkten. Jede Stunde bekommt ihr einen davon automatisch gutgeschrieben, bis euer Konto zehn Punkte enthält. Dann müsst ihr zunächst Punkte verbrauchen, bevor ihr neue bekommt. Die Punkte sind aber nicht die einzigen Kosten, die euch erwarten: Habt ihr die nötige Anzahl an Punkten gesammelt, müsst ihr die Technologie darüber hinaus auch noch freischalten, was euch Gold, Vorräte und Güter kosten kann. Erst wenn ihr die erforderliche Summe gezahlt habt, dürft ihr neue Gebäude bauen, bessere Einheiten trainieren oder euern Bauplatz im Dorf erweitern.
 
Auch wenn die Investitionen zunächst hoch erscheinen, lohnt es sich in jedem Fall neue Technologien zu erforschen, denn nur so kommt ihr an effizientere Produktionsgebäude oder könnt neue Güter herstellen. Außerdem werdet ihr bei der Eroberung neuer Gebiete auf immer besser ausgerüstete Gegner treffen, je weiter ihr auf dem Kontinent voranschreitet.

Militär

Neben der Forschung und dem Ausbau der eigenen Siedlung ist die Eroberung neuer Gebiete und der Kampf gegen andere Spieler ein wichtiger Bestandteil von Forge of Empires. Dazu stehen euch in jedem Zeitalter neue und bessere Einheiten zu Verfügung, mit denen ihr eure Gegner bekämpfen könnt. Verfügt ihr zu Beginn nur über einfache Speerkämpfer, könnt ihr, die entsprechenden Fortschritte im Forschungsbaum vorausgesetzt, bald die wesentlich besseren Krieger rekrutieren und ihnen mit den Schleuderern die erste Fernkampfeinheit zur Seite stellen. Später umfasst euer Repertoire unter anderem Legionäre, Ritter, Armbrustschützen, Katapulte, Berserker, Langbogenschützen, und sogar Kanonen.

 
Wenn es zu einem Kampf kommt, wechselt das Spiel auf ein in Hex-Felder eingeteiltes Schlachtfeld, auf dem jede Seite bis zu acht Einheiten platzieren kann. Rundenweise könnt ihr dann eure Einheiten über die Karte bewegen, wobei das Terrain selbst Boni auf Verteidigung oder Angriff bieten kann. Gleichzeitig müsst ihr aber berücksichtigen, dass beispielsweise berittene Einheiten nicht durch Sumpfgebiete oder felsiges Gelände reiten können.
Jede Einheit besitzt einen bestimmten Bewegungsradius, innerhalb dessen ihr in jedem Zug vorrücken könnt. Sobald sich eine gegnerische Einheit auf einem benachbarten Feld befindet, könnt ihr einen Angriff befehlen, der unter Berücksichtigung der Angriffs- und Verteidigungswerte unterschiedlich effektiv Schaden verursacht. Eine Ausnahme bilden hier die Fernkämpfer wie Bogenschützen oder Artillerie: Sie verfügen zusätzlich über einen Angriffsradius, der über den eigenen Bewegungsradius hinausgeht. Damit können sie bereits von Weitem herannahende Gegner bekämpfen, noch bevor diese selbst zum Angriff übergehen können.
 
Sinkt die Zahl der Lebenspunkte einer Einheit auf null, fällt sie und verschwindet vom Schlachtfeld; als Sieger geht derjenige hervor, der alle Einheiten des Gegners vernichtet. Nach dem Kampf seht ihr in einer Übersicht, welche Einheiten ihr verloren habt und welche verletzt sind. Verlorene Einheiten müsst ihr zunächst wieder in der Kaserne rekrutieren, was Zeit und Rohstoffe kostet, oder könnt sie durch den Einsatz der Premiumwährung direkt wiederbeleben.
 
Jedes militärische Gebäude besitzt bis zu fünf Slots, die mit Einheiten befüllt werden können. Sind alle Slots belegt, könnt ihr keine neuen Einheiten dieses Typs rekrutieren, es sei denn ihr baut eine neue Kaserne. So ist die Zahl der Einheiten direkt abhängig von Faktoren wie dem Bauplatz, der zur Verfügung stehenden Bevölkerung und dem Vorhandensein anderer kostenintensiver Gebäude. Wer sich auf die Produktion von Gütern konzentriert wird im Gegenzug feststellen, dass er sich keine große Armee leisten kann. Umgekehrt müssen Heerführer in Sachen Güter-Produktion Abstriche machen und müssen so länger auf neue Forschungsvorhaben warten.
 
Glücklicherweise lassen sich neue Provinzen auch durch Verhandlungen für sich gewinnen: Wer bereit ist, den geforderten Preis des Herrschers zu zahlen, bekommt ganz ohne Blutvergießen die Kontrolle über neuer Territorien.

Handel & Freunde

Nicht immer hat man die Geduld oder die Möglichkeit, bestimmte Güter zu produzieren, die man gerade benötigt. In solchen Fällen kann die Handelsfunktion Abhilfe schaffen: Hier findet ihr die Angebote anderer Spieler, die ihre Waren im Tausch gegen andere Güter anbieten. Das Tauschverhältnis legt dabei jeder Spieler für sein Angebot selbst fest. Es lohnt sich also stets, die Angebote zu vergleichen. Habt ihr einen Spieler gefunden, der euch die gewünschten Waren verkaufen möchte, und habt ihr die geforderte Menge für den Tausch in eurem Lager, benötigt ihr lediglich einen Forge-Punkt, um den Handel perfekt zu machen; und schon stets dem nächsten Forschungsvorhaben nichts mehr im Wege.

 
Natürlich müsst ihr auch in Forge of Empires nicht auf das gemeinsame Spiel mit euren Freunden verzichten, denn auch hier gibt es die Möglichkeit eine eigene Gilde zu gründen und sich gegenseitig zu unterstützen. 
 
Außerdem habt ihr die Möglichkeit, euch in einem PvP-Duell versuchen; alles, was ihr dafür tun müsst, ist, ein bestimmtes Territorium zu erobern. Die Belohnung ist dann die Möglichkeit, an den Turnieren teilzunehmen. Dabei unterscheidet das Spiel zwischen den einzelnen Zeitaltern: Führt ihr ein Gefecht mit Einheiten der Bronzezeit, werden diese nicht mit denen des Hochmittelalters verglichen.

Fazit

Forge of Empires schafft es, viele verschiedene Spielelemente miteinander zu kombinieren und bietet damit für jeden Spielertyp etwas. Wer gerne eine Siedlung errichtet, ausgiebig neue Technologie erforscht und rundenbasierende Kämpfe mag, wird hier bestens bedient und kann sein eigenes Reich gründen.