FarmVille 2

FarmVille 2 Review

Review

Neuauflage

Mit der Neuauflage des SocialGame-Klassikers FarmVille präsentiert Entwickler Zynga nun eine in Sachen Grafik und Spielmechanik aufpolierten Zeitvertreib für Hobbybauern und Freizeitfarmer.
 
Das grundlegende Spielprinzip von FarmVille 2 ist aber unverändert: Ihr bekommt einen eigenen kleinen Bauernhof, den ihr fortan bewirtschaften und ausbauen könnt. Alles beginnt mit einer Postkarte von eurer Tante, die euch über die Erbschaft des Hofes informiert. Dabei könnt ihr sofort die schöne 3D-Grafik bewundern, die in FarmVille 2 zum Einsatz kommt.
 
Nachdem ihr euer Alter Ego erstellt habt, das fortan für euch die Geschäfte auf der Farm erledigt, könnt ihr direkt ins Spiel einsteigen: Ein Tutorial zeigt euch, wie ihr die ersten Felder anlegt und Pflanzen anbaut. Das geht ganz einfach von der Hand: Zunächst legt ihr ein Feld als Acker fest, was kostenlos funktioniert. Dann müsst ihr euch für eine Pflanze entscheiden, die ihr anbauen wollt, was euch dann Geld kostet; je nach gewählter Frucht unterschiedlich viel. Neben den Kosten solltet ihr aber auch ein Auge auf die Wachstumsdauer haben: Während Tomaten schon nach einer Minute erntereif sind, müsst ihr beim Weizen bereits vier Stunden warten, bevor ihr mit der Ernte beginnen könnt. Je wertvoller und teurer die Pflanze ist, desto länger müsst ihr warten.

Das kühle Nass

Da Pflanzen aber auch nicht ohne Wasser wachsen, müsst ihr sie auch gleich noch gießen. Hier offenbart sich ein wichtiger Unterschied zum Vorgänger: Auch im zweiten Teil kostet das Pflanzen und gießen keinerlei Energie, sodass ihr das ganze Feld in einem Zug bepflanzen könnt. Die Menge an Wasser, die ihr auf die Felder ausbringen könnt, ist allerdings begrenzt und regeneriert sich nur langsam. Und nur wenn ihr die Samen eines Gewächses gegossen habt, beginnt diese auch zu wachsen. Immerhin könnt ihr am Brunnen eures Hofes alle paar Stunden zusätzliche Wasservorräte schöpfen. Solltet ihr darüber hinaus aber noch mehr des kostbaren Nasses benötigen, müsst ihr auf den Kauf mit Premiumwährung zurückgreifen; oder aber eure Freunde um Hilfe bitten.
 
Überhaupt spielen eure Nachbarn wieder eine sehr wichtige Rolle, versorgen sie euch doch mit zusätzlichen Materialien, die ihr zum Beispiel für den Bau weiterer Gebäude und Einrichtungen braucht. Nur durch ihre Mithilfe könnt ihr zum Beispiel einen Hühnerstall errichten, für dessen Bau ihr Bretter, Hämmer und Vogelnester braucht. Habt ihr nicht genug Mitspieler, müsst ihr wiederum auf die Premiumwährung zurückgreifen. Aber auch abseits des Gebäudebaus sind Freunde hilfreich, denn ihr könnt sie als Farmarbeiter einstellen. Dann könnt ihr sie zur Ernte eurer Felder und Baumplantagen oder dem Füttern von Tieren einsetzen, was euch Arbeit abnimmt und den Freunden darüber hinaus auch einen kleinen Bonus einbringt.
 
Wenn ihr eurerseits euren Freunden helfen möchtet, könnt ihr auch einfach deren Bauernhof besuchen und dort einige der anstehenden Tätigkeiten verrichten. So bekommt ihr Geld und als kleinen Bonus auch zusätzlich noch etwas Wasser.

Süße Tiere

Zu einem echten Bauernhof gehören aber nicht nur Felder und Baumplantagen, sondern natürlich auch Tiere. Auch in FarmVille 2 könnt ihr wieder Hühner, Schafe, Ziegen und Kühe auf eurer Farm eine neue Heimat geben. Die Tiere kommen dabei als Jungtiere oder Küken an und müssen zunächst ein wenig aufgepäppelt werden, damit sie schnell heranwachsen. Denn dann liefern sie euch wertvolle Güter, wenn ihr sie ausreichend füttert. Milch und Eier könnt ihr nämlich ebenso verkaufen, wie die vielen Feldfrüchte, wodurch ihr an zusätzliche Münzen für euren Ausbau kommt.
 
Das Futter, das die Tiere von euch bekommen können, müsst ihr aber zunächst einmal herstellen. Dazu dient die Schrotmühle, mit der ihr eure geernteten Früchte zu Tierfutter verarbeitet. Wie viel Ertrag euch dieser Vorgang bringt, hängt von den verwendeten Früchten ab: Verwendet ihr Tomaten, bekommt ihr pro eingesetzte Frucht eine Portion Futter. Verwendet ihr dagegen Weizen, bekommt ihr schon zwei Portionen, für Oliven gar fünf und so weiter. 

Money, Money, Money

Um in FarmVille 2 an Geld zu gelangen, könnt ihr eure Ernte am Marktstand vor eurem Bauernhof zu festgelegten Preisen verkaufen. Allerdings bringen euch Obst und Gemüse nicht wirklich viel Geld ein. Stattdessen könnt ihr auch die tierischen Produkte wie Milch und Eier feilbieten, die deutlich mehr Münzen bringen. Noch besser ist es aber, wenn ihr all eure Produkte veredelt und verarbeitet. Dies könnt zum Beispiel in eurer Küche tun, in der ihr zahlreiche Gerichte und Zutaten zubereiten könnt. Aus Weizen könnt ihr beispielsweise Mehl herstellen, das deutlich wertvoller ist als die reinen Ähren. Das Mehl könnt ihr aber auch gleich zu Teig weiter verarbeiten, wenn ihr über ausreichend Eier verfügt. Wollt ihr diesen wiederum nicht gleich verkaufen, sondern weiter nutzen, könnt ihr aus ihm einige leckere Apfelbrötchen backen. Auf diese Weise habt ihr den Weizen, den ihr für nur 56 Münzen verkauft hättet, mithilfe einiger anderer Zutaten zu einem Produkt verarbeitet, dass ihr für ganze 640 Münzen verkaufen könnt. Außerdem habt ihr für jeden Arbeitsschritt zusätzliche Erfahrungspunkte verdient, mit denen ihr im Level aufsteigt.
 
Damit es auf eurem Hof bei all den Feldern und Gewächsen nicht bald zu eng wird, könnt ihr auch in FarmVille 2 euer Land erweitern, indem ihr neue Gebiete freischaltet. Dies setzt aber nicht nur ausreichend Geld voraus, sondern verlangt auch, je nach gewünschtem Bereich, ein bestimmtes Level voraus. Erst wenn ihr dieses erreicht habt und von euren Freunden genug der geforderten Gegenstände eingesammelt habt, könnt ihr für mehr Platz sorgen. Außerdem verlangen einige Erweiterungen auch einen Nachweis der Eignung: So müsst ihr zum Beispiel zunächst mindestens zwei Apfelbrötchen gebacken haben, bevor ihr die erste Erweiterung freischalten könnt.
 
Neben dem Verkauf von Waren könnt ihr auch über das Erfüllen von Quests zusätzliches Geld verdienen. Immer wieder kommen verschiedenste Charaktere mit Aufträgen zu euch und bitten euch um deren Erfüllung. Kommt ihr dieser Bitte nach, bekommt ihr nicht nur Erfahrungspunkte und Geld, sondern manchmal auch nützliche Items und Gebäude, die ihr dann auf eurer Farm errichten könnt. Es lohnt sich als immer, ein Auge auf die Questgeber zu haben.

Erntehelfer

Eine besonders nützliche Neuerung haben sich die Entwickler in Sachen Steuerung ausgedacht: Wo ihr vorher noch jedes zu bepflanzende Feld einzeln anklicken und auswählen musstet, könnt ihr nun all eure Felder in einem Aufwasch bepflanzen, gießen oder abernten. Dazu müsst ihr nur die Maustaste gedrückt halten, und den Cursor über die einzelnen Felder ziehen. Euer Avatar wird dann sofort die einzelnen Stationen abrennen und die entsprechenden Tätigkeiten vornehmen. Das spart jede Menge Zeit und vereinfacht vor allem das bewirtschaften großer Farmen. Trotzdem müsst ihr natürlich über ausreichend Gold und Wasser verfügen, um die entsprechende Aktion bezahlen zu können. Ansonsten weigert sich euer Alter Ego, die Aufgabe auszuführen.
 
Fans des ersten FarmVille bekommen mit der Neuauflage nicht nur eine grafisch aufpolierte Version des SocialGame-Klassikers, sondern dürfen sich auch über zahlreiche nützliche Neuerungen freuen. Wer sich dagegen bisher noch nicht als Hobbyfarmer versucht hat, kann dies nun bedenkenlos nachholen und darf sich über die schöne neue 3D-Grafik freuen.