Dungeons & Dragons Online

Dungeons & Dragons Online Review

Review

Rollenspiel-Urvater

Das Dungeons & Dragons Rollenspiel gibt es bereits seit 1974 und wird bis heute von Pen & Paper-Fans weltweit gespielt. Selbst berühmte Persönlichkeiten wie Robin Williams oder Vin Diesel sind dem Spiel-Klassiker verfallen. Da verwundert es auch nicht, dass viele Videospiele sich dieses bekannte System samt seiner Figuren und Schauplätze als Vorlage nehmen. Einer der bekanntesten Vertreter dieser Games ist Dungeons & Dragons Online von Turbine Entertainment.

Auf Basis der legendären Regeln haben sie ein umfangreiches MMORPG erschaffen, in dem sich sowohl klassische D&D-Fans als auch Spieler ohne Pen & Paper-Kenntnisse heimisch fühlen. Alle typischen Aspekte der D&D Welt sind vorhanden und in ein zeitgemäßes Online-Rollenspiel übertragen worden. Hier erkundet ihr in hübscher Grafik dunkle Verliese und trefft euch mit anderen Abenteurern in der imposanten Stadt Stormreach.


Eberron heißt euch willkommen

Zentrum der Geschehnisse von DDO ist der Kontinent Xen'drik in der Welt von Eberron, die zuvor bereits als klassische D&D Kampagne diente. Xen'drik ist eine wilde und unerschlossene Gegend, die einst die Heimat einer großen Zivilisation war, welche vor Jahrtausenden ausgelöscht wurde. Dreh- und Angelpunkt des Spiels ist die gigantische Stadt Stormreach, die in einem längst vergangenen Zeitalter erbaut wurde und noch nicht allzu lange von Menschen bevölkert wird. Wer es in der Stadt zu etwas bringen will, der muss mit einem der insgesamt fünf Drachenmal Häuser kooperieren. In Stormreach findet ihr zudem einen Hafen, den Marktplatz und natürlich unzählige Quests, die euch an die entlegensten Orte des Kontinents führen können.

Zuvor gilt es aber erst mal euer virtuelles Ebenbild zu kreieren. Neben dem Geschlecht und allerlei kosmetischen Dingen wie der Haarpracht und der Statur stellt euch vor allem die Wahl der Rasse vor eine knifflige Aufgabe. Insgesamt acht verschiedene Rassen streiten um eure Gunst. Die eine Hälfte davon ist allen zugänglich, während die Andere nur zahlenden Spielern zur Verfügung stehen oder erst freigeschalten werden müssen.


Die Bewohner

Die Elfen kennt man durch ihre magischen Künste, die Poesie und den Gesang. Sie schätzen die Schönheit der natürlichen und einfachen Dinge. Auch wenn sie sensibel und eher intellektuell sein mögen, so sind sie dennoch jederzeit dazu bereit, ihre heimatlichen Wäldern mit dem Leben zu verteidigen und grausamen Mitteln zu greifen. Ihr Umgang mit Bogen und Schwert, sowie ihre ausgeklügelten Kriegsstrategien sind berüchtigt und insbesondere ihre Scharfschützen und Zauberer werden von vielen gefürchtet. Elfen mischen sich oft unter die Menschen, fühlen sich jedoch nie ganz heimisch. Ihnen missfällt die Hektik der Menschen und der schnelle Wandel ihrer Zivilisation.

Ursprünglich stammen die Elfen Eberrons aus dem Süden von Xen'drik und waren vor Jahrtausenden in Sklaverei. Irgendwann rebellierten sie und befreiten sich von ihren Ketten. Danach wanderten sie in die tropischen Regenwälder von Aerenal aus. Nach dem Ende des letzten großen Krieges kamen einige von ihnen als Kundschafter nach Xen'drik zurück. Sie gehören zum Haus Phiarlan.

Die Halblinge sind vielseitig und haben gelernt, das Beste aus ihren eingeschränkten Möglichkeiten zu machen. Sie sind clever und wissen ihre Chancen zu nutzen. Abhängig von ihrem Klan können sie sowohl ehrbare und hart arbeitende Bürger sein als auch gerissene Diebe, die nur auf den großen Coup warten. Ein Halbling erwartet für gewöhnlich durch seine Abenteuer Reichtum oder Ruhm zu erlangen.

Eberrons Halblinge führen meist ein Leben als Nomaden. Zu diesem Zweck haben sie viele Kreaturen domestiziert und reiten auf ihnen durch die weiten Ebenen von Talenta. Ihre Wurzeln als Nomaden kommen den vielen Händlern, Heilern und Kriminellen unter ihnen sehr gelegen. In den Städten passen sie sich sehr an, so dass ihre Herkunft dort vielen kaum noch auffällt. Die Halblinge gehören zum Haus Jorasco.

Die vielseitigste aller Rassen sind sicherlich die Menschen. Unter ihnen finden sich ehrbare Kämpfer und verschlagene Verbrecher. Es gibt sensible und schmächtige Menschen genauso wie unbarmherzige Hünen mit unbändiger Kraft. Ihr Wesen und ihre Konstitution können auf unterschiedlichste Arten ausgeprägt sein. Das macht sie zum Teil zu einem unberechenbaren Volk und führt auch schon mal zu Misstrauen bei den anderen Völkern. Die menschlichen Abenteurer sind die wagemutigsten und kühnsten Vertreter eines ohnehin sehr ehrgeizigen Volkes.

Obwohl die Menschen ein vergleichsweise junges Volk sind, beherrschen sie bereits weite Teile von Eberron. Während ihrer Expeditionen zu neuen Welten und den Versuchen ihren Einfluss zu erweitern. treffen sie unweigerlich auf andere Völker und dies endet nicht selten in kriegerischen Auseinandersetzungen. Menschen sind zu den verschiedensten Dingen fähig, besitzen jedoch sonst keine wirklich herausragenden Merkmale. Sie gehören dem Haus Deneith an.

Zwerge sind in Eberron für vieles bekannt. Die stämmigen Gesellen können nicht nur jeden unter den Tisch trinken, sondern besitzen auch echte Talente. Sie sind großartige Krieger und äußerst tüchtige Arbeiter. Kaum ein Volk kennt so viele Geheimnisse Eberrons und bringt so viele hervorragende Handwerker hervor. Die Motivation eines Zwergen Abenteurers kann unterschiedlichster Art sein, aber das Wichtigste ist immer die Ehre seines Klans.

Die Heimat der Zwerge sind die Mror Festungen. Eine Gemeinschaft von Klans in den Bergen von Ost-Khorvaire. Obwohl die Zwerge nie ein geeintes Imperium darstellten, sind sie doch von jeher wichtige Bündnispartner, denn sie kontrollieren einen Großteil der natürlichen Ressourcen Eberrons. Die Zwerge gehören zum Haus Kundarak.

Dies sind die vier Rassen, denen ihr euch von Beginn an anschließen könnt. Die Drow-Elfen, die unheimlichen Kriegsgeschmiedeten und zwei weitere lassen sich gegen Geld freischalten.


Welchen Pfad verfolgt ihr?

Wenn ihr euer Volk gefunden habt, dann müsst ihr euch noch überlegen, welchen Weg eure Figur einschlagen soll. In DDO könnt ihr, ganz unabhängig von der gewählten Rasse, bis zu Klassen gleichzeitig spielen. Das Angebot umfasst insgesamt 13 Klassen, wovon fast alle auch ohne weiteres wählbar sind. Dazu zählen z.B. Barden und Druiden, aber auch Krieger und Schützen. Auf lange Sicht ist die Wahl eures Pfades jedoch noch wichtiger.

Mit den Pfaden, von denen es unzählige gibt, bestimmt ihr, wie eure Fertigkeiten ausgebaut werden. Ihr könnt natürlich auch bei jedem Aufstieg alles manuell verteilen, doch mit den Pfaden könnt ihr dies automatisieren und so gezielt einen speziellen Spielstil verfolgen. Völlig egal, was ihr bevorzugt, es gibt mit Sicherheit einen passenden Pfad dafür. Prinzipiell spielt eure Rasse keine große Rolle bei den Klassen, aber bestimmte Völker sind für manchen Pfad besser geeignet als andere.

Der Pfad des Angel of Vengeance macht euch zu einem mächtigen Magier, der mit seinen heiligen Zaubern sehr viel Schaden verursacht. Mit zusätzlichen Heilzaubern kann er zudem sich selbst und anderen in gefährlichen Lagen helfen. Dieser Pfad wird vor allem von Menschen beschritten.

Wenn ihr gern im verdeckten arbeitet und Feinde aus größerer Entfernung erledigt, dann ist der Weg des Deepwood Sniper wie für euch gemacht. Sie bleiben unentdeckt bis sie ihre tödlichen Pfeil-Salven abfeuern und der Feind chancenlos zu Boden geht. Sie sind außerdem hervorragende Kundschafter und eine gute Ergänzung für jede Party. Elfen sind prädestiniert für diesen Weg.

Einem eher dunklen Pfad folgen die Necromancer, denn sie beschäftigen sich intensiv mit den Lehren der Nekromantie. Sie haben keine Angst vor dem Tod, denn für sie ist er der beste Verbündete. Durch ihr Wissen können sie Untote herbeirufen und ihnen befehlen, was sie wollen. Diese Kraft nutzen sie auch, um gefährliche Angriffszauber zu sprechen. Sich so auf sein Untotes Gefolge zu verlassen hat jedoch auch einen Nachteil, denn ohne seine Schergen ist ein Necromancer recht verwundbar.


Ein ungewöhnliches MMORPG

Entsprechend seiner berühmten Vorlage macht DDO einige Dinge anders, als mancher sie von anderen Spielen gewohnt ist. Das fängt schon beim Sammeln von Erfahrung an. Ihr erhaltet nämlich nur dann die wertvollen Erfahrungspunkte, wenn ihr einen Quest auch erfolgreich abschließt. Für das simple Töten von Monstern gibt es nicht direkt eine Gegenleistung, sieht man mal von erbeuteten Gegenständen ab.

Die erledigten Monster sind vielmehr einer von vielen Faktoren, die am Ende darüber entscheiden, wie viele Erfahrungspunkte die Helden erhalten, wenn sie siegreich zurückkehren. Somit sind nicht nur die Feinde wichtig, sondern auch all die subtileren Dinge, wie z.B. das Entschärfen von Fallen oder das Umgehen von Feinden.

Auch bei der Individualisierung eures Charakters ist DDO etwas anders. Wie bereits erwähnt, seid ihr nicht direkt auf bestimmte Klassen festgelegt, sondern relativ frei in der Wahl eurer Stärken und Schwächen. Außerdem ist das Spiel in vielen Bereichen spürbar fordernder als andere MMORPGs und somit insbesondere für erfahrenere Rollenspieler reizvoller.

Seit 2010 ist Dungeons & Dragons Online Free to Play und lädt alle Online-Spieler dazu ein, die legendäre D&D-Welt zu erforschen.