CandyFarmer

CandyFarmer Review

Review

Woher kommen Süßigkeiten?

Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht gern Süßigkeiten isst. Doch die wenigstens werden sich fragen, woher die süßen Leckereien eigentlich herkommen und wie sie hergestellt werden. Dabei ist die Antwort ganz einfach: Sie wachsen auf Feldern! Zumindest im Browsergame CandyFarmer, in dem ihr euch als Süßigkeiten-Bauer versuchen dürft

Doch bis ihr zum Großproduzenten von Süßigkeiten werdet, wird es noch ein bisschen dauern, denn zu Beginn ist euer Feld noch mit jede Menge eklig gesundem „Unkraut“ überwuchert: Kohlköpfe, Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln nehmen den meisten Platz ein und müssen zunächst einmal entfernt werden, um damit neue Anbaufläche freizugeben. Dies kostet euch allerdings Geld, was in CandyFarmer durch Kakaobohnen ersetzt wird. Je nach Art des „Unkrauts“ kostet das Entfernen unterschiedlich viel: Kartoffeln weichen bereits für 80 Kakaobohnen, während Kohlköpfe 180 Bohnen benötigen und Karotten euch gar 500 Bohnen kosten. Dafür reicht euer Startkapital aber noch nicht, daher gilt es die wenigen freien Felder gleich einmal zu „bepflanzen“. Das funktioniert, in bester Browsergame-Manier, recht unkompliziert: Ein Klick auf ein freies Feld öffnet das Inventar und zeigt euch, welche „Samen“ ihr zur Verfügung habt. Einen weiteren Klick später ist die Saat dann auch schon im Boden und das Wachstum beginnt. Nach Ablauf einer gewissen Zeitspanne könnt ihr dann das fertige Produkt anklicken und damit abernten.


Große Auswahl

Auf diese Weise vermehrt ihr euren Vorrat an Süßigkeiten schnell und einfach. Zur Auswahl stehen dabei die unterschiedlichsten Leckereien, die sich nicht nur in Sachen Wachstumsdauer, sondern vor allem in Wert und Erfahrungspunkteanzahl unterscheiden. Einfache Lollies, die die ersten und einfachsten Gewächse darstellen, sind bereits nach zwei Minuten erntebereit, bringen euch allerdings auch nur einen Erfahrungspunkt. Wenn ihr dagegen Kandierte Äpfel anpflanzt, müsst ihr bereits zehn Minuten warten, bekommt dann aber pro Stück ganze 6 Erfahrungspunkte. So staffelt sich das Ganze immer weiter, sodass ihr eure Ernte richtiggehend planen könnt: Wer nur wenig Zeit hat und selten in seinem Garten vorbeischaut, sollte Süßigkeiten anpflanzen, die lange Wachstumszeiten haben: Schokopudding, Cola-Flaschen, und Dominosteinchen sind hier ideal. Wer dagegen oft nach dem Rechten sieht und immer etwas zu tun haben möchte, kann eher schnellwachsende Pflanzen züchten. Pflanzen wie Zuckerstangen, Rosa Donuts und Vanille Eis sind dafür eine gute Wahl.

Aber nicht nur die Wachstumszeit alleine sollte bei der Planung des eigenen Gartens ausschlaggebend sein. Auch die Wünsche eurer Kunden solltet ihr berücksichtigen, denn all die gezüchteten Süßigkeiten müsst ihr natürlich auch an irgendjemanden verkaufen. Nur so kommt ihr an zusätzliche Kakaobohnen, mit denen ihr euren Garten vom erwähnten „Unkraut“ befreien könnt und mit denen sich neue Pflanzen kaufen lassen. CandyFarmer bietet euch dafür jeden Tag eine fest vorgegebene Anzahl an Tagesquests, mit denen ihr garantiert an Geld kommt. Hier heißt es die gewünschte Anzahl an Süßigkeiten abzuliefern, um die Belohnung zu erhalten. Sind alle sechs Quests erledigt, müsst ihr erst einmal warten. Oder aber ihr investiert einige Eukalyptusbonbons, die Premiumwährung von CandyFarmer, in zusätzliche Aufgaben. 


Süße Hilfsmittel

Um das Wachstum eurer Süßigkeiten ein wenig zu beschleunigen, könnt ihr die Setzlinge nach dem Einpflanzen ein wenig „düngen“. Natürlich funktioniert das in CandyFarmer nicht mit Industriedünger; stattdessen werden die Süßigkeiten hier mit Schokolade und Honig übergossen. Eine Kelle voll Schokolade verkürzt die Wachstumszeit dabei um 10 Prozent, während etwas Honig die Erfahrungspunkte-Ausbeute beim ernten um die Hälfte steigert. Die beiden Hilfsmittel könnt ihr in den gleichnamigen Flüssen schöpfen: Am Schokofluss bekommt ihr für 20 Kakaobohnen 20 Einheiten Schokolade. Am Honigfluss könnt ihr euch dagegen nur bedienen, wenn ihr Eukalyptusbonbons investiert: Hier kosten euch 20 Honigtöpfe 10 Eukalyptus.


Die Erfahrung macht’s

Jede Ernte bringt euch, abhängig von der gepflanzten Süßigkeit, Erfahrungspunkte. Mit diesen steigt ihr langsam aber sicher immer weiter im Rang auf. Das bringt euch nicht nur immer neue und lustige Titel wie zum Beispiel den Gummibärchenpfleger, sondern vor allem auch Zugriff auf immer neue Süßigkeiten. Denn zu Beginn ist die Auswahl noch stark begrenzt. Diese braucht ihr spätestens dann, wenn euch euer erster Garten nicht mehr ausreicht, sondern ihr einen zweiten oder gar dritten Garten haben wollt. Dafür müsst ihr nämlich jede Menge Süßigkeiten „einzahlen“. Welche das sind und wie viel ihr davon braucht, erfahrt ihr indem ihr auf den das entsprechende Feld klickt, das sich am oberen Bildschirmrand anzeigen lässt. So bekommt ihr nicht nur mehr Platz sondern könnt auch deutlich mehr Süßigkeiten anbauen, was vor allem bei Events und Special-Quests nützlich ist.

Eure Ernte könnt ihr aber nicht nur in den Quests und für den Kauf eines neuen Gartens verwenden. Ihr könnt die Ware auch an andere Spieler verkaufen und damit zu Geld bzw. Kakaobohnen machen. Dies geschieht in der Stadt, die den passenden Namen Lollihausen trägt. Hier könnt ihr am Marktstand eure Angebote einstellen, indem ihr die gewünschte Stückzahl und den Preis pro Stück eingebt. Findet sich ein anderer Spieler, der euch die Ware für diesen Preis abnimmt, bekommt ihr automatisch das Geld gutgeschrieben. Umgekehrt könnt ihr natürlich auch am Markt nach günstigen Angeboten suchen, was vor allem zur Erfüllung von Quests nützlich sein kann. 

Zudem könnt ihr in der Stadt auch euer Postfach einsehen, in dem alle Ingame-Nachrichten angezeigt werden. Außerdem lassen sich hier eigene Nachrichten an andere Spieler verfassen und eine Übersicht über alle getätigten Transaktionen einsehen. Wer dagegen einen Blick ins Rathaus wirft, kann sich die aktuelle Rangliste ansehen. Hier werden alle Spieler gemäß ihrer aktuellen Erfahrung aufgelistet. Zudem gibt es auch noch Ranglisten für die Zahl der Erfüllten Quests.


Süße Optik

In Sachen Grafik setzt CandyFarmer auf liebevoll gezeichnete Hintergründe und toll gestaltete Süßigkeiten. Überall finden sich stimmige Details, die das Spiel zu einem echten Hingucker machen. Auch das Wachstum der Süßigkeiten ist detailliert gestaltet: jede Süßigkeit wächst in mehren Stufen heran, sodass man auch an noch nicht ausgewachsenen Pflanzen seine Freude hat. Wer also einen süßen Zahn hat und schön gestaltete Comicgrafik mag, sollte sich auf jeden Fall einmal als CandyFarmer versuchen.