Candy Crush Soda Saga Review

Wir testen den Nachfolger von Candy Crush Saga auf Herz und Nieren und verraten euch, was im Limo-Land so abgeht und warum sich ein Ausflug lohnt.

Candy Crush Soda Saga Test

Limonade feiert ihren Siegeszug

Berlin ist ja eigentlich regiert von Club-Mate-Trinkern mit Jutebeutel – zumindest stellenweise. Seit einigen Wochen aber erlebt total ungesunde, zuckersüße Limonade mit ganz vielen Farbstoffen ihr Comeback. Seit dem Release von Candy Crush Soda Saga für Facebook und anschließend für Tablet und Smartphone pflastern riesige Plakate die Hauptstadt. Das Ziel ist klar: Die etlichen, treuen S- und U-Bahn-Fahrer, die regelmäßig Bonbons zerdrücken, auch für das neue Spiel zu begeistern. Kann das gelingen? Wir haben Candy Crush Soda Saga kurz nach der Veröffentlichung auf Facebook angefangen zu spielen und sind inzwischen aufs iPad gewechselt. Und bevor wir ins Details gehen, können wir schon mal soviel verraten: Es gibt trotz des sehr ähnlichen Setting jede Menge Neues zu entdecken!

 

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Viele bekannte Features gemixt mit sprudeligen Neuerungen

Im free-to-play Kombinationsspiel helft ihr Kimmy dabei, in der berühmten Zucker-Welt von Candy Crush Saga Freundin Tiffy wiederzufinden. Das ist auch schon alles an Story und ganz ehrlich: Es ist uns eigentlich relativ wurscht. Die Geschichte hat keinerlei Bedeutung für das, was wir im Facebook- und Mobilegame tun, nämlich Kombinationen aus mindestens drei gleichfarbigen Symbolen bilden. Das ist natürlich sehr vereinfacht gesagt. Tatsächlich erwarten uns verschiedene Aufgaben, während die Levels mit der Zeit immer schwieriger werden.

Candy Crush Soda Saga Karte


Wie der Name der Gratis-App schon verrät, spielt Soda eine gewichtige Rolle. Also Brause, süßer Sprudel, Limonade – egal, wie wir es nennen. Das Gesöff ist auf jeden Fall reich an Kohlensäure, Farbstoffen und natürlich Zucker. Genau genommen, kommt die Brause nur in bestimmten Runden vor: Immer dann, wenn wir das Spielfeld bis zum oberen Rand mit dem Softdrink füllen oder kleine Bärchen bis über die Bonbonkette spülen müssen. Ist eines von beiden die Zielvorgabe, dann bemühen wir uns in Candy Crush Soda Saga darum, Limonadenflaschen zu kombinieren, denn mit jeder Flasche füllt sich das Spielfeld um eine Ebene mit der lila Flüssigkeit.

Candy Crush Soda Saga Limonade sammeln

Wenn wir Bärchen retten müssen, gilt es zunächst, die Limonade bis über die Bonbonkette ansteigen zu lassen, denn nur dann kann das Tier in Not überhaupt bis nach oben gespült werden – der Sprudel macht’s möglich. Nun erwarten uns natürlich, je weiter wir auf der Karte vorankommen, immer größere Hindernisse, von denen wir viele bereits aus Candy Crush Saga kennen. Dazu gehören beispielsweise Gitter, die wichtige Symbole (oft auch Flaschen) einschließen und erst einmal entfernt werden müssen. Oder widerborstige Lakritze, die sich selbst mit Spezialbonbons kaum entfernen lässt.

Candy Crush Soda Saga Bären retten

Stichwort Spezialbonbons: Hierbei haben die Entwickler von King (Farm Heroes Saga, Diamond Digger Saga) nicht allzu viel Innovation in petto. Es gibt wie auch im berühmten Vorgänger-Spiel gestreifte Bonbons, die ganze Reihen in waagerechter oder senkrechter Richtung abräumen. Dann finden wir verpackte Bonbons, die alle im direkten Umkreis befindlichen Symbole zerstören, wie kleine Bomben. Und es gibt netterweise auch das "Mega-Bonbon", auch bekannt als Farbbombe. Kombinieren wie das bunte Zuckerteil mit einem anderen Symbol, verschwinden alle Symbole der gleichen Farbe. Es gibt aber zwei wesentliche Neuerungen: Zum einen können wir Fische nun selber produzieren, indem wir vier Symbole quadratisch anordnen. Wenn wir den Fisch dann in eine weitere reguläre Kombination bringen, schwimmt er los und frisst ein zufälliges Feld auf. Das nutzen wir gezielt in Levels mit schwer erreichbaren Feldern. Ein weiteres neues Spezialbonbon lässt sich herstellen, wenn wir eine sternförmige Kombi schaffen. Die runde Kugel kombinieren wir nun mit einem angrenzenden Bonbon, woraufhin sich alle Symbole in der Farbe dieses Bonbons umfärben – und zwar in der Farbe der Kugel. Das führt dazu, dass plötzlich sehr viele Bonbons einer bestimmten Farbe auf dem Feld sind, was wiederum die Chance auf gute Kombinationen erhöht.

Candy Crush Soda Saga Powerups und Spezialbonbons


Schokolade macht uns das Leben ganz schön schwer

Aber wir sind abgeschweift: Es gibt auch Levels in Candy Crush Soda Saga, die ohne Brause auskommen. Entsprechend gibt es dann keine Flaschen. Zum einen sind das Levels, in denen sich unter klebrigem, oft mehrere Ebenen umfassendem Zuckerkram kleine Bären verstecken. Die gilt es zu finden. Anders als in Gelee-Levels in Candy Crush Saga müssen wir also nicht das gesamte Spielfeld befreien, sondern nur die Felder, unter denen sich die Bären befinden. Ist trotzdem noch schwer genug, denn immer dann, wenn die Zuckerschicht mehr als eine Ebene dick ist, sehen wir die Bären nicht durchschimmern und müssen entsprechend erst einmal "blind" kombinieren.

Candy Crush Soda Saga Bären finden

Außerdem gibt es wieder fiese Schokoladen-Runden. Eigentlich ist Schoki natürlich was tolles, aber nicht in Spielen von King. Mit jedem Zug, auch das kennen wir aus Candy Crush Saga bereits, breitet sich die Schokolade aus – sofern wir nicht mindestens ein Schoko-Feld zerstören. Anders als im Vorgängerspiel müssen wir in Candy Crush Soda Saga "die ganze Schokolade aufessen", erst dann ist die Runde bestanden.

Candy Crush Soda Saga Schokolade aufessen


Freunde helfen und sparen Geld

Wie auch in Candy Candy Crush Saga, Diamond Digger Saga, Bubble Witch Saga 2 und Co. stehen uns nur fünf Leben zur Verfügung. Jedesmal dann, wenn wir eine Runde nicht schaffen, wird eins abgezogen. Entsprechend ist nach fünf Fehlversuchen erstmal Pause angesagt. Das automatische Aufladen der Herzen dauert ziemlich lange.

Candy Crush Soda Saga Level nicht bestanden

Deshalb ist es auch in Candy Crush Soda Saga von großem Vorteil, mit vielen Freunden zu spielen. Mit Freunden meinen wir nicht zwangsläufig echte Freunde, sondern andere Spieler, die wir in unserer Facebook-Bekanntenliste haben. Je mehr davon wir hinzufügen, desto länger können wir am Stück spielen, denn die wichtigste Funktion von Freunden besteht in der App darin, Leben zu verschenken. Sind unsere Herzen aufgebraucht, schauen wir einfach in unser Postfach und holen uns neue Leben ab, was dazu führt, dass wir automatisch eins an den Spender zurückschicken. So entsteht ein Kreislauf, der bares Geld spart. Die einzige andere Alternative besteht nämlich darin, Herzen zu kaufen. Goldbarren sind die universelle King-Premiumwährung. Nur durch In-App-Käufe finanzieren sich die free-to-play Casualgames. Wir können uns mit Goldbarren nicht nur Herzen, sondern auch zusätzliche Züge nach nicht bestandenen Levels kaufen oder nützliche Power-ups, mit denen wir beispielsweise gezielt einzelne Felder freiräumen. Außerdem besteht die Möglichkeit, die nächste Episode sofort mit Gold freizuschalten. Insofern ist Candy Crush Soda Saga durchaus ein Pay-to-Win-Spiel, was aber egal ist, weil es nicht wirklich kompetitiv ist. Sprich: Wir treten nicht gegen andere Spieler an. Es gibt zwar Ranglisten, die vor und nach jedem Level angezeigt werden, aber vermutlich stellen die für die wenigsten Spieler eine Motivation dar. Letztendlich zieht die App ihr Suchtpotenzial vor allem daraus, dass Spieler einfach immer weiterkommen wollen – und nicht aufgeben, bevor selbst das kniffligste Level geschafft ist.

Candy Crush Soda Saga Mehr Leben holen


Unsere Candy Crush Soda Saga Bewertung

Nachdem wir über 70 der 165 (bislang) verfügbaren Levels hinter uns gebracht haben, können wir guten Gewissens eine Empfehlung aussprechen: Candy Crush Soda Saga ist dicht genug am Vorgängerspiel dran, um die Bestandscommunity anzulocken, aber es weist auch genügend Unterschiede und neue Herausforderungen auf, um nicht als absoluter Klon dazustehen. Der Limonaden-Effekt erfordert taktisches Umdenken, weil die Bonbons eben nicht mehr von oben nachfallen, sondern von unten nach oben gespült werden. Außerdem gibt es zwei neue Power-up-Bonbons, die wir herstellen und zu unserem Vorteil nutzen können. Alles in allem bietet das kostenlose Facebook- und Mobilegame genügend Abwechslung und eine gute Balance aus schwierigen und leichteren Levels. Zwar monieren einige Spieler, dass in Candy Crush Soda Saga überwiegend Glück und weniger Geschick gefragt ist, aber das stimmt nicht, jedenfalls nicht dahingehend, dass das in Candy Crush Saga anders war. In beiden Spielen brauchen wir ein Quäntchen Glück, aber auch Kombinationsgeschick, um weiterzukommen. Oder wir geben einfach unendlich viel Geld für Goldbarren aus – aber das absolut optional und nicht nötig, um alle Episoden erfolgreich abzuschließen.

Candy Crush Soda Saga Level bestanden


Candy Crush Soda Saga
Pro
Guter Mix aus bekannten Features und Neuerungen
Abwechslungsreiche Level und Episoden
Facebook-Spiel und Mobile-App können synchronisiert werden
Contra
Wieder künstliche Spielspaß-Bremse durch begrenzte Leben
Hin und wieder gibt es technische Probleme mit Facebook-Connect
4 / 5