Brave Little Beasties

Brave Little Beasties Review

Review

Der Natur auf die Sprünge helfen

Brave Little Beasties ist ein Fantasy-Spiel aus dem Hause Upjers, das den Spieler mit kleinen Kreaturen bekannt macht. Aufgabe ist es den namensgebenden Beasties zu neuer Artenvielfalt zu verhelfen. Dazu fängt der Spieler in fernen Gebieten immer neue Exemplare ein, zieht sie daheim auf und erzeugt neue, exotischere Kombinationen. Durch die 3D-Flash-Grafik hat das Browserspiel daraus eine visuell beeindruckende Weltreise gesponnen, die mit den niedlich animierten Biestern noch an Charme gewinnt.


Auf gute Nachbarschaft

Das Spiel präsentiert sich ohne weitere Downloads in detailreichem 3D. Die Beasties und ihre vielen Erscheinungsformen sind die Stars des Spiels und lebendig und charakterstark animiert. Den ersten flüchtigen Blick auf neue Arten könnt ihr in freier Wildbahn erhaschen, wenn die Beasties durch ihren Lebensraum tollen. Habt ihr erste Exemplare bei euch daheim aufgenommen, legen die Tierchen mindestens genauso viel Energie an den Tag. Kleine Reibereien zwischen euren Hausgästen sind an der Tagesordnung, angebotene Früchte werden in Sekunden verschlungen.
Die eigene Villa im Örtchen Sonnenfels ist der Dreh- und Angelpunkt vieler Gameplay-Aspekte. Sie wurde für die für die Betreuung der Biester ein wenig umgebaut. Die gerade benötigte Station, etwas die Küche, kann in der 3D-Sicht nach vorne rotiert werden. Nachbar Jake und dessen Tochter Feli leben schon länger mit dem Beastie-Phänomen und helfen dem Spieler dabei, sich einzuleben und das Beste daraus zu machen. Jake macht einen übermüdeten Eindruck, seine Kaffeetasse lässt auf ein gespaltenes Verhältnis zu den Beasties schließen. Ein Besuch seines Gartens demonstriert euch aber, welche Artenvielfalt ein fortgeschrittener Spieler in Brave Little Beasties erreichen kann. 
In eurem Garten hat zu Beginn auch schon eine der Kreaturen Schutz gesucht. Per Mausklick sieht man sich das kleine Fellbündel genauer an. Dabei erhaltet ihr eine Reihe wichtiger Informationen: Ein Menü verrät einem nicht nur die Art, das Geschlecht und den Level, sondern auch den momentanen Aszendenten, was eine Art Talent meint. Nur eins fehlt, ein Name für den künftigen Hausgast. Immer wenn ihr neue Beasties aufnehmt, dürft ihr ihnen einen Namen nach eurem Geschmack geben. 
Ihr könnt euren Garten wohnlicher machen, indem ihr dem hohen Gras tiefer im Garten mit dem Rasenmäher zu Leibe rückt. Niedriges Gras kann dann mit drei Beasties besetzt werden. Diese Erweiterungen werden aber zunehmend teurer und haben eine Mindeststufe.


Expedition mit vielen exotischen Stationen

Im Spiel gibt es am oberen Bildschirmrand Anzeigen für Erfahrung, Silber und das Premium-Tauschmittel Diamanten. Am unteren Bildschirmrand gibt eine Leiste Einblick in eure Vorräte und die Fallen im Gepäck. Mit steigendem Spielerlevel wachsen die Möglichkeiten, ihr können zum Beispiel mehr Fallen tragen und auch mehrere gleichzeitig auslegen. Daneben sind die Menüelemente des Spiels untergebracht, Symbole bringen euch unter anderem zur Weltkarte. 
Gesammelte Briefmarken ermöglichen das Reisen in andere Gebiete, in die ihr nach einer recht kurzen Ladeunterbrechung versetzt werdet. Da man selbst keine Spielfigur hat, sind 3D-Gebiete als interaktives Panorama dargestellt, dessen sichtbarer Ausschnitt sich nach links und rechts verschieben lässt. Dazu steht auch eine Scrollbar am oberen Rand zur Verfügung, auf der interessante Ausschnitte extra vermerkt sind. Jede neue Briefmarke ist das Tor zu einem solchen Rondell. Die einfallsreichen Kulissen sind mit verschiedenen Biesties belebt, die oft nur hier zu finden sind. Ein Besuch der 'Kleinen Insel' gibt uns ein paar Anhaltspunkte, warum der Garten sicherer sein könnte als die Wildnis: Mitten in die Insel ist ein Flugzeug gestürzt, das nun als rostiges Wrack den Strand prägt. 
In solchen Lebensräumen finden sich nicht nur wilde Beasties, sondern auch die passenden Futterquellen. Per Mausklick pflückt ihr deren Büsche für eure Haustiere leer. Klick für Klick fällt eine Frucht in den Sammelkorb. Wie auf einer Bühne huschen nebenbei wilde Beasties durch euer Blickfeld.


Selbst gefangen oder Second-Hand?

Um Beasties zu fangen benötigt man Fallen, die wir im Shop des Spiels erwerben. Hier gibt es auch noch Futter und Sonder-Items. Hat ein frisch gefangener Neuling nicht das erwünschte Geschlecht, erlaubt euch das passende Item, ein Weibchen zum Männchen zu machen - oder andersherum. Alle Produkte haben Lieferzeiten, die sich über den Einsatz der Premiumwährung Diamanten verkürzen lassen. Außerdem werden Premiumprodukte angeboten, die in der Regel die gleichen Funktionen wie die Standardausführungen erfüllen, nur eben schneller.
Schon beim Aufstellen der Fallen sollte man auf die Erfolgswahrscheinlichkeit achten. Hohe Werte bis hin zu 100% sind wünschenswert, um die Falle nicht unnütz zu verspielen. Nach Platzierung steht die Entscheidung für einen Köder an, das Lockmittel bestimmt die Art des Beasties mit, das ihr womöglich einsackt. Um den Überblick über eure Erfolge nicht zu verlieren, hat das Game ein Album, dem gefangene Exemplare hinzugefügt werden, außerdem kann man durch die noch fehlenden blättern. So wird die Sammelwut angeregt, denn gerade das Entdecken neue Beasties wird fürstlich belohnt. Auch die Quests drehen sich häufig um neue Beasties. Wenn euch der große Fang einfach nicht gelingen will, könnt ihr fehlende Beasties vielleicht bei anderen Spielern abholen. Dafür stellt Brave Little Beasties ein Schwarzes Brett zur Verfügung.
Eine Gedankenblase zeigt euch die Frucht, die dem zahmen Beastie am besten schmeckt. Jedes der Tierchen hat eine besonders sättigende Lieblingssorte. Hungrige Beasties verlieren Farbe und ergrauen, erst eine saftige Mahlzeit stellt ihre Pracht wieder her. Füttern ist der Schlüssel zum Aufstieg der Beasties, ab und an erreichen sie neue Stufen und wachsen ein gutes Stück.


Wenn sich zwei Beasties sehr, sehr mögen...

Mit jeder Art lässt sich einiges anstellen, ein Beastie kann mehrere Formen annehmen und kann sich zudem einen von zehn Elementar-Charakteren aneignen. Jedes hat eine Orientierung im Elementekreis, die sich über das Futter verändern lässt. Statt dem Lieblingsfutter steht dann die Frucht auf dem Speiseplan, die mit dem gewünschten Element in Verbindung steht.
Neue Beasties züchten ist ohne Weiteres möglich, hat man ein Männlein und ein Weiblein derselben Spezies im selben Aszendenten, dann darf man sie zur 'Fusion' ermuntern. Fusionswillige Tierchen schwebt praktischerweise ein Symbol über den Köpfen, sodass Missverständnisse ausgeschlossen sind. Ihr steckt die beiden in die Fusianaschote, der Vorhang fällt und eure Kuppeldienste bescheren euch ein farbenfrohes Ei, bei dessen Erzeugung nicht nur die Fusianaschote, sondern auch das turtelnde Elternpaar verbraucht werden. Aus dem Ei schlüpft dafür ein selteneres Exemplar derselben Art - aus Wasser wird so beispielsweise Nebel, aus Feuer Magma. 
Ab Kreatur-Stufe 3 eröffnet euch Brave Little Beasties die PvP-Kämpfe und geht im Gameplay eine neue Richtung. Der Stadtpark von Sonnenfels wurde zur Arena umfunktioniert, gegen ein paar Murmeln wird euch das Antreten mit bis zu drei Beasties möglich. Hier könnt ihr andere Spieler zu einem rein freundschaftlichen Wettkampf herausfordern, bleibender Schaden droht euren Schützlinge hier nicht. Optisch geht es aber hart zur Sache, im dynamischen Duell zeigen zwei Beasties  ihre Krallen und attackieren sich so lange, bis ein Sieger feststeht.  Im Kampf spielen die Elemente der Beasties eine große Rolle: Sie legen die Angriffe fest, zudem hat jedes Element gegenüber anderen Ausrichtungen Vor- und Nachteile, die sich stark auf die Siegeschancen auswirken. Durch ständiges Sättigen hält man seine Champions in Form und bereitet schlagkräftige Teams vor. In den Wettkämpfen passt ihr eure Teamzusammenstellung taktisch an die momentanen Herausforderungen an. 
Brave Little Beasties verbindet also Sammeln und Tausch mit Kreaturenpflege, aber auch actionreiche Kämpfen zwischen den Zöglingen ist ein Teil der Formel. So entfaltet sich ein Gameplay, das besonders auf gemeinsames Spielen mit und gegen Freunde ausgelegt ist. Ein Freundschafts- bzw. Nachbarschaftssystem rundet diese Ausrichtung des Fantasy-Browserspiels entsprechend ab.