Best Fiends Review

Das große Krabbeln im Test: Wir haben uns in den Krieg Käfer-vs-Nacktschnecken gestürzt und verraten auch, ob ihr Best Fiends runterladen solltet.

Best Fiends Test

Erste Schritte auf dem Weg zur Käfer-Armee

Nachdem das free-to-play Mobilegame Best Fiends schon für längere Zeit für iPhone und iPad verfügbar war, ist das Casualgame vor wenigen Tagen nun auch für Android erschienen und steht damit einer deutlich größeren Spielerschaft offen. Grund genug für uns, mal einen Blick auf das Kombinationsspiel zu werfen, in dem sich alles um den endlosen Kampf tapferer Käfer gegen eklige Nacktschnecken dreht.

Best Fiends Nacktschnecken

Was uns nach der Installation auf unserem iPad Mini auffällt, ist die super-niedliche Grafik von Best Fiends. Unsere Armee besteht aus Käfern und anderen Insekten, die aber deutlich knuffiger anzuschauen sind als im echten Leben. Jede Kreatur ist individuell gestaltet und verändert sich sogar, wenn wir sie aufwerten. Im Laufe der Zeit schalten wir immer mehr kleine Kämpfer frei, die allesamt jeweils einer Farbe zugeordnet sind. Diese Farbe ist wichtig in den einzelnen Levels von Best Fiends, denn hier entscheiden wir mit unseren Kombinationen auf dem Spielfeld, welcher Käfer angreift. Ziel unserer Attacken sind finster dreinblickende Nacktschnecken, zu sehen in der oberen Bildhälfte. Best Fiends SpielfeldDie sind nicht nur eklig, sondern bewerfen uns auch noch mit schwarzem Schneckenschleim, der einzelne Symbole auf dem Feld unbrauchbar macht, bis wir sie durch angrenzende Kombinationen wieder befreien. Kombinationen bilden wir im kostenlosen Mobilegame nicht indem wir Symbole verschieben wie beispielsweise in Candy Crush Soda Saga, sondern indem wir mit dem Finger entlang gleicher, direkt aneinandergrenzender Symbole fahren. Das funktioniert nicht nur senkrecht und waagerecht, sondern auch diagonal. Je größer die Kombination, desto stärker der Angriff auf die Schneckenplage. Außerdem schalten wir mit Kombinationen die Spezialkräfte unserer Käfer frei. Wenn wir beispielsweise mehrere blaue Felder eingesammelt haben, lässt der Käfer ein Spezialsymbol aufs Spielfeld fallen. Diese Spezialkräfte variieren je nach Insekt. Bei einigen können wir dann ganze Reihen oder Spalten auslöschen, bei anderen explodieren alle Symbole in der Umgebung oder es bilden sich wie von Zauberhand neue Symbole der passenden Farbe, so dass wir eine noch größere Kombination bilden können.

 


Taktik wird im Laufe der Zeit immer wichtiger

Bevor wir in eine Runde von Best Fiends starten, wählen wir aus, welchen Käfer wir für welche Farbe zum Einsatz bringen wollen. Grundsätzlich ist es sinnvoll, immer den am weitesten gelevelten Käfer zu nehmen, da dessen Angriffe den größten Schaden anrichten. Das gilt aber nur, wenn das Ziel darin besteht, Schnecken zu vernichten – und das ist nicht immer der Fall. Mitunter geht es auch darum, eine bestimmte Menge an farbigen Symbolen, Diamanten, Schlüsseln oder Kisten zu sammeln. Je weiter wir in der App vorankommen, desto vielfältiger werden die Aufgaben und desto strategischer müssen wir bei der Auswahl der Kämpfer und beim Kombinieren vorgehen. Nicht immer ist nämlich die größte Kombination auch die klügste. Uns steht nur eine begrenzte Anzahl an Zügen zur Verfügung, die wir uns gut einteilen müssen. Während die ersten Levels von Best Fiends noch ziemlich leicht zu schaffen sind, stecken wir später gerne mal längere Zeit fest. Es gilt ein wenig zu probieren und die beste Taktik für die jeweilige Zielvorgabe zu herauszufinden.

Best Fiends Levelziele


Das Elend mit der permanenten Energieknappheit

Leider können wir nicht grenzenlos weiterspielen in Best Fiends. Zwar gibt es in dem Puzzelspiel keine Leben wie wir sie beispielsweise aus Spielen von King (Farm Heroes Saga, Diamond Digger Saga) kennen, dafür müssen wir in jeden Versuch Energie investieren. Zu Beginn sind es nur zwei Einheiten pro Versuch, später werden es aber mehr. Best Fiends Schlüssel und DiamantenDa die maximale Kapazität bei 20 Energieblitzen liegt, ist schnell Schicht im Schacht. Das ist insofern ein bisschen gemein, als wir auch dann eine Zwangspause einlegen müssen, wenn wir nur gewinnen. Es macht keinen Unterschied, ob wir verlieren oder die Zielvorgabe erreichen – Energie müssen wir in jedem Fall bezahlen. Natürlich gibt es eine Möglichkeit, um dieses Problem zu lösen – und natürlich kostet das Geld. Die Premiumwährung in Best Fiends sind Diamanten. Dafür können wir uns beispielsweise Extrazüge oder eben Energie kaufen. Wir gewinnen im Spiel selbst netterweise recht häufig Diamanten, so dass wir die wertvollen Edelsteine hin und wieder ausgeben können, ohne gleich echte Euros zu bezahlen. Trotzdem sind auch die Gratis-Diamanten in Best Fiends schnell aufgebraucht.


Freunde nützen uns im Moment nicht viel

Wie funktioniert nun die Sache mit dem Käfer-Aufwerten? Dafür brauchen wir sogenannte Meteormilben. Das sind kleine, pelzige Viecher, die wir ebenfalls gewinnen. Dazu wiederum brauchen wir Schlüssel, die wir in jedem Level abstauben, indem wir Kombinationen angrenzend an den Schlüsselsymbolen bilden. Im Anschluss begeben wir uns mit den gesammelten Schlüsseln zu einer Art Tresor mit mehreren Türchen. Wir können so viele Türen öffnen wie uns Schlüssel zur Verfügung stehen. Dahinter verbergen sich oft Meteormilben und Diamanten, manchmal aber auch neue Käfer! Wenn wir eine gewisse Menge an Milben gesammelt haben, begeben wir uns ins Käfer-Menü, wo wir nun unsere kleinen Soldaten hochstufen. Je höher das Level, desto mehr Meteormilben kostet ein Upgrade. Damit einhergeht eine Verbesserung der Angriffsstärke und der Spezialfähigkeit, daher lohnt es sich, sobald wie möglich Upgrades vorzunehmen. Das kann auch der Schlüssel zum Erfolg in scheinbar unmöglichen Levels sein. Wir kontrollieren vorher, ob wir unsere Käfer verbessern können und ziehen anschließend bestmöglich gerüstet ins Gefecht.

Best Fiends Käfer verbessern


Was die "Social Features" von Best Fiends angeht, ist noch Luft nach oben. Wir haben die Möglichkeit, die App mit unserem Facebook-Account zu verknüpfen und damit den Spielstand auf verschiedene Geräte zu übertragen. Außerdem bekommen wir dann all unsere Facebook-Kontakte auf der Übersichtskarte angezeigt und können uns dahingehend motivieren, dass wir andere ja unbedingt überholen wollen. Direkte Kommunikation oder beispielsweise ein Austausch von Geschenken (wie in vielen anderen Mobilegames üblich) ist in Best Fiends (noch) nicht möglich. Das ist insofern schade, als eine stärke Verknüpfung von Freunden doch entscheidend zum viralen Erfolg derartiger Spiele beträgt. Candy Crush Saga hat ja nicht nur über eine halbe Milliarde Downloads, weil die Bonbons so lecker aussehen.


Unser Eindruck

Best Fiends gefällt uns in vielerlei Hinsicht besser als ähnliche Kombinationsspielchen, die es derzeit so im Appstore gibt. Das hängt zum einen mit der liebevollen Darstellung unserer Insektenarmee und den bösen Schnecken zusammen, andererseits aber auch mit dem Umstand, dass wir viele Dinge direkt erspielen können und nicht gezwungen sind, Geld auszugeben. Eine unschöne Ausnahme ist die Energie, die uns schon in anderen Spielen genervt hat – bestes Beispiel: Criminal Case. Auch ist negativ anzurechnen, dass wir keine Möglichkeit haben, Geschenke (wie Energie) mit Freunden auszutauschen und uns so lange Wartepausen zu ersparen. Es wäre wünschenswert, wenn die Entwickler von Seriously mehr soziale Features einführen würden, um die Motivation zu verbessern und künstliche Spielspaßbremsen zu beseitigen. Davon abgesehen birgt Best Fiends auch jetzt schon großes Suchtpotenzial und bekommt von uns trotz einiger Haken einen Daumen nach oben.


Best Fiends
Pro
Super-niedliche Grafik
Es gibt etliche Käfer und Insekten zu sammeln - das motiviert
Abwechslungsreiche Aufgaben in den Levels
Wir können Premium-Vorteile erspielen
Contra
Jeder Versuch kostet Energie, die zu schnell aufgebraucht ist
Kaum Möglichkeiten der Interaktion mit anderen Spielern
4 / 5